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Autor Thema: "Akademisierungswahn"  (Gelesen 4935 mal)
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Striddl

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« am: 23.10.2013 19:12:06 »

ich bin vorhin auf einen interessanten artikel gestoßen und dachte das könnte die grundlage für eine interessante diskussion werden:
http://www.zeit.de/studium/2013-03/bildungspolitik-studentenzahlen-akademisierung

ich war ja erstmal etwas verwirrt, dass so ein marktradikaler zyniker wie dieser ferdinand krauß in der zeit schreibt. wie ich dann festgestellt habe war das auch nur ein gastbeitrag. dieser krauß ist - welch überaschung - redakteur bei der wiwo / handelsblatt. nachdem er früher mal pressereferent im bildungsministerium war, hat er es sich nun scheinbar ganz dem kreuzzug gegen gleichberechtigung im deutschen bildungswesen verschrieben und tingelt dafür durch alle zeitungen.
ich will ja nun nichtmal behaupten dass er mit seiner beobachtung unrecht hat. die weitgehende akademisierung des deutschen bildungswesens wird zunehmend zum problem. über 50% eines jahrgangs beginnen mittlerweile ein studium, mit den altbekannten folgen. gleiches gilt auch für die übertriebene anzahl an doktoranden an deutschen universitäten. (http://www.zeit.de/studium/hochschule/2013-04/promotionen-anstieg-studentenzahlen)

beides punkte die auch andere journalisten kritisieren und die zugegebenermaßen problematisch sind. anstatt aber das problem sinnvoll anzugehen und über lösungen nachzudenken, trauert dieser krauß nur der guten alten zeit nach und bricht dabei eine lanze für das altbewährte vormittelalterliche klassensystem. was will der blöde bauernsohn auch an einer universität. der soll zufrieden sein mit dem was gott ihm gegeben hat...

gut, da ich selbst nicht aus einer akademiker familie stamme ist meine meinung vielleicht etwas einseitig gefärbt. mir ist das problem in der praxis aber auch bereits zur genüge begegnet. ich habe schon zu viele studierte ingenieure gesehen die als überbezahlte powerpoint-folien-schubser einen job erledigen, den ein dressiertes hausschwein genausogut erledigen könnte. sowohl persönlich, als auch volkswirtschaftlich gesehen ist ein diplom in nuklearphysik oder ein master of international management an der stelle einfach verschwendeter wohlstand. anders als dieser autor kann ich es den menschen in diesem land aber auch nicht verübeln, wenn sie keine lust darauf haben einen unterbezahlten ausbildungsplatz anzunehmen um anschließend nicht in der firma übernommen zu werden und in dem harz-4-induzierten jobwunder als fensterputzer mit 3,50€ stundenlohn zu enden.

außerdem sehe ich auch nicht, wie man dafür die politik verantwortlich machen kann. was kann die regierung dafür, dass die deutsche durchschnittsfirma sich mittlerweile nicht zu schade ist für einfachste bürojobs eine promotion vorauszusetzen? der autor macht daraus ein henne-ei-problem und unterstellt, dass das niveau der (aus)bildung die unternehmen regelrecht dazu zwingt zu hohe anforderungen zu stellen. das halte ich aber insofern für völligen blödsinn, als dass die unternehmen ja immer noch selbst entscheiden wie hochwertig die ausbildung der eigenen lehrlinge ist.


aber genug erzählt. was haltet ihr von dem problem? (sofern ihr euch dessen überhaupt bewusst seid) und was denkt ihr ist der beste ausweg?
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Midori

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Kaiser Willhelm I.


« am: 23.10.2013 22:36:14 »

besser zu viele Studenten, als zu wenige. Aber das problem wird sein, diese massive Anzahl an potentiellen Akademikern gesellschaftsökonomisch sinnvoll unterzubringen. Selbst wenn 30% später in nem callcenter sitzen, hat sich hoffentlich vorher die Spreu vom Weizen getrennt.
Ich kann mir den guten Herrn vor 40 Jahren (oder so, weiß net wie alt er is, und intressiert mich auch net) vorstellen, wie er die nase rümpft, weil der pöbel es in die Uni geschafft hat. Und nun nimmt der pöbel ihm die guten Jobs weg, weil ein teil davon besser ist etc.

Hey mit mehr akademikern haben wir am unteren ende der nahrungskette wenigstens weniger konkurenz.

Und das Firmen unmögliche Voraussetzungen für den jobs stellen ist seit Jahrzehnten so. Ich kann mich seit meiner Kindheit an "25jähriger mit Abi bzw. Studium und 10 Jahre Berufserfahrung" Witze erinnern. Viele spezialisierte oder börsennotierte firmen haben meist auch immer Fake-Jobausschreibungen zu laufen, nur damit es aussieht, als wenn die Firma expandiert etc.


Wie gesagt, für mich ist das kein Problem, Marktwirtschaft und so, sollen se sich da oben um die besten Plätze kloppen.
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whiskey

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Alpha Centauri


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« am: 24.10.2013 00:36:21 »

ich kenn das ganze anders rum: da werkelt man jahrelang an höherwertiger tätigkeit rum, endlich wird diese tätigkeit als stelle ausgeschrieben und dann setzt man da nen spätpupertierenden jungspund hin, der von tuten und blasen keine ahnung hat, anstatt den bisher tätigen zu nehmen, der aber nicht studiert hat.

da bekommt man dann immer mehr die meinung dazu, das die studierten bosse auch nur studierte nachfolgen lassen wollen.

an alle studierten: ihr habt die weisheit auch nicht mit löffeln gefressen! die weisheit kommt mit dem leben, nicht mit der schule.

scheiße nur, wenns von denen dann mehr gibt, als man braucht. ich bin dafür, die anforderungen fürs studieren fächerbezogen zu erhöhen. wer kann schon all die bwl'er brauchen, die es in keine anderen fächer geschaft haben.
« Letzte Änderung: 24.10.2013 00:37:57 von whiskey » Gespeichert

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axis2

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« am: 24.10.2013 06:24:36 »

ähnliche fallbeispiele kenn ich auch. mittlerweile kann man ja nur noch zum studium raten, da jobs die früher (insbesondere führungsstellen für teilbereiche) mit leuten besetzt wurden die sich hoch gearbeitet haben heute nur noch für studierte ausgeschrieben werden.
kenne leute die sich früh für die praktische seite des berufes entschieden haben und dies heute bereuen, da ihnen der weg auf führungspositionen ziemlich verstellt ist (nicht unbedingt in der eigenen firma wenn denn was frei ist, viel eher im gleichen bereich bei anderen firmen, wenn sie wechseln wollen). also gleicher schulabschluss, dann lehre + weiterführende ausbildung aber halt ohne studium.

das problem ist denke ich weniger politisch gemacht, als viel mehr von den arbeitgebern selbst, die ihre anforderungen relativ hoch an setzen bzw. eben nicht differenziert genug.
Irgendwann stoßen wir auch an das Problem das wir nur noch Häuptlinge aber keine Indianer mehr haben. Egal, die können wir ja auch importieren... 
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Karl_Behagel.

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« am: 25.10.2013 16:43:37 »

viele studieren auch einfach am leben vorbei... stichwort bwl oder germanistik. mit einem ingenieurstitel kann man einen guten job bekommen und da werden auch viele gesucht, vorallem elektroingenieure. das will kaum einer studieren. an meiner FH in wismar haben dieses jahr wohl etwa 300 leute bwl angefangen... in der elektrotechnik sind wir in 3 verschiedenen studiengängen gerademal 40...

der wert eines studiums hat eben nicht mehr den gleichen wert wie vor 40 jahren. da gabs auch noch nicht so viele automatisierte prozesse, die handlanger überflüssig gemacht haben
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Die Handels-Gilde wollte auch mal böse sein - neues Schoßhündchen mit automatischer ans-Bein-pinkel-Funktion!
DerBademeister

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Inaktiv


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« am: 25.10.2013 20:18:02 »

Wenn man fürs Haare schneiden schon Abitur benötigt, ist es nur folgerichtig dass es fürs Folien schubsen einen "Master" braucht. Wer dann noch Anderen erklären will wie man Folien schubst sollte seinen Doktor in irgendeiner Nonsense-"Wissenschaft" wie Jura gemacht haben - eignet sich auch gut für eine spätere Karriere in einem unserer Parlamente. Derlei gehört zu einem "bürgerlichen" Lebenslauf Heute einfach dazu.

Mal ehrlich: War der Außenminister ohne Schulabschluss so viel schlechter als der jetzige Außenminister welcher 20 Semester Jura studierte und natürlich auch einen obligtorisch-bürgerlichen Dr. jur. führt?
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Striddl

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« am: 26.10.2013 00:50:22 »

ruhig blut whiskey. alles wird gut. Smile

@mido: genau das sehe ich eben nicht so. jeder student kostet den staat bis zum abschluss mehrere dutzend tausend euro. darin eingerechnet sind noch nichtmal direkte förderungen, sprich bafög etc. gleichzeitig entgehen dem staat einnahmen, solange der betreffende student eben studiert anstatt zu arbeiten. jemand der mit 16 oder 17 eine ausbildung anfängt kann mit 19 oder 20 vollzeit arbeiten und dementsprechend steuern zahlen. im fall von studienabbrecher ist das geld gänzlich verschwendet. (sind schließlich auch etwa ein viertel aller studenten)
für den student gilt die rechnung natürlich gleichermaßen. wenn ich dann nächstes jahr endlich mal mein abschluss in der tasche habe, wird ein grundschuldfreund von mir bereits 10 jahre gearbeitet haben. mal eben 10 jahre verdienst aufzuholen dürfte nur mit den allerwenigsten studien möglich sein.

wie bereits gesagt kann ich es niemandem verübeln, wenn er seine jobaussichten durch ein studium verbessern will. wenn durch eine inflationäre verteilung von studienplätzen aber trotz 5 - 10 jahre längerer ausbildungszeit trotzdem nur der selbe schlechtbezahlte job winkt, dann wird das ganze system ad absurdum geführt.

neben diesem rein finanziellen problem leidet natürlich auch die qualität an den universitäten daran. mehr studenten bedeutet weniger staatliche zuschüsse pro student, bedeutet schlechtere studienbedingungen, bedeutet einen nachteil für den standort deutschland. währenddessen wird das duale ausbildungssystem an berufsschulen entwertet geht gemütlich einem schleichenden tod entgegen.


@karl: dass überall händeringend ingenieure gesucht werden ist auch ein mythos. der bdi und andere organisationen verbreiten dieses geschwätz seit jahren, und genauso lange ist es völlig unhaltbar. aus deren sicht ist die argumentation natürlich völlig nachvollziehbar. wenn es ein überangebot an ingenieuren gibt, halten diese sich natürlich auch mit gehaltsansprüchen zurück. natürlich wird es immer firmen geben, die ihre offenen stellen nicht besetzen können. das liegt dann aber in der regel daran, dass arbeitgeber und standort völlig unattraktiv sind. wer 5 jahre studiert hat will nicht im letzten loch von ostdeutschland für 35k€ arbeiten.
ein heutiger ingenieursabsolvent frisch vom studium möchte in der metropole wohnen und mindestens 50k - 55k€ verdienen. und diese ingenieure sind alles andere als mangelware.



letztendlich ist die entscheidende frage ja aber, wie man gegen diese entwicklung vorgehen kann. bei doktoranden ist die sache ja noch recht einfach. man müsste dem doktortitel nur den status als namenszusatz entziehen, und schon hätten nur noch halb so viele menschen interesse an einer promotion. wie aber macht man sowas bei einem normalen studium? einfach horrende studiengebühren erheben, wie es in englisch sprachigen ländern üblich ist? dann landen wir wieder direkt bei der klassengesellschaft. ich für meinen teil hätte sicher kein studium anfangen können, wenn ich kein bafög bekommen hätte und stattdessen studiengebühren hätte bezahlen müssen.
ich frage mich dabei sowieso, ob es überhaupt im interesse der regierung ist etwas dagegen zu unternehmen. schließlich gelten studenten nicht als arbeitslos auch wenn sie kein einkommen haben. man stelle sich mal vor, die studentenquote läge auf dem niveau von vor 15 jahren. 15-20% weniger studenten wären grob geschätzt eine halbe million menschen mehr auf dem arbeitsmarkt. oder anders gesagt: eine halbe million mehr arbeitslose.
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Striddl

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« am: 30.10.2013 12:37:00 »

und wie vorprogrammiert kommt auch schon die rechnung:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ba-tausende-jugendliche-finden-keinen-ausbildungsplatz-a-930814.html
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Weyland-Yutani

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Aerys Targaryen


« am: 19.12.2013 00:30:42 »

Da ich selbst an einer Hochschule unterrichte, erlebe ich diese Entwicklung hautnah mit. Einerseits übertreiben Leute wie Krauß oder Nida-Rümelin und die ZEIT liefert ihrer Zielgruppe Pro-Domo-Kost, denn die Stammleserschaft ist angepisst das der akademische Grad als Distinguierungsmerkmal ausgedient hat und man tatsächlich intellektuell was leisten muss um zur geistigen Elite zu zählen. Ich kanne mal einen gelernten Maurer, der belesener und kultivierter war, als die meisten Bacheloranten, die ich heute betreue und die Zeit in der ein Philosophieprofessor seine  Meisterklasse aus handverlesenen Studenten aus gutbürgerlichen Akademikerhaushalten betreut hat und sich als Licht der Welt verstehen durfte, sind vorbei.

Andererseits ist es durchaus richtig, das nicht jeder studieren muss und der vielbeschworene Fachkräftemangel ist weitestgehend ein Mythos. Klar gibt es punktuell in einigen Branchen einen Mangel an Ingenieuren, aber vorallem besteht ein Mangel an Ingenieuren, die bereit sind, für 30k im Jahr zu arbeiten, also für ein Gehalt, für das die meisten Facharbeiter nichtmal einen Finger krumm machen, zumal die meisten Arbeitskräfte die wirklich händeringend gesucht werden, nebst Gesundheitsberufen, ebendiese Facharbeiter sind.

Zumal die Ausbildung eines Ingenieurs die Industrie unmittelbar erstmal nichts kostet, da die Kosten weitestgehend vom Staat getragen werden. Die Ausbildung von Facharbeitern hingegen schon. Daher verwundert es wohl kaum, das es vorallem Bertelsmann Stiftung und OECD sind, die am vehementesten die Erhöhung der Akademikerquote fordern,obwohl da Birnen aus den USA mit Äpfeln aus Deutschland verglichen werden, da man dort,mangels dualer Ausbildung,Berufe wie Krankenschwester oder KFZ-Mechaniker "studiert".
Auch gibt es in anderen Ländern akademische Grade, die bei uns allenfalls mit einer schulischen Ausbildung vergleichbar sind, beispielsweise MTA oder BTA.
So zieht sich die Industrie immer mehr aus der Verantwortung neue Leute auszubilden und wälzt die Aufgaben auf den Staat und die Kosten auf die Allgemeinheit ab.

Und die Studenten von heute schlucken das. Sie haben einerseits die Erwarungshaltung als "gesuchte Fachkraft" zur Elite zu gehören (mit entsprechenden Gehaltsvorstellungen) andererseits wissen die meisten auch, das sie einer unglaublich harten Competition ausgesetzt sind....und erkennen den Widerspruch aus ihrer Erwartung und der erlebten Realität nicht.
Das finde ich schade und diese inflationäre Verleihung des Abiturs und akademischer Titel verringert die Wertschätzung für klassische Ausbildungsberufe, dabei sind weder die noch das vermittelte Know How an Berufsschulen schlecht.
Früher war das Studium tatsächlich eine elitäre Angelegenheit. Die Universitäten haben halt den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgebildet, die sich meistens aus dem Bildungsbürgertum rekrutieren, während die Fachhochschulen talentierten und aufstiegswilligen Facharbeitern/Technikern bzw. ausgebildeten Kaufleuten eine Weiterqualifizierung bot. Diese Grenze ist gefallen, mittlerweile steht Employability auch bei Unis an erster Stelle und sind zu Kadettenanstalten der Wirtschaft geworden und Fachhochschulen sind die Berufsschulen von heute. Mit dem Hochschulpakt und Hochschulautonomie werden auch finanzielle Anreize für Hochschulen geschaffen, die Hochschule als Bildungsbusiness zu verstehen und da es nicht nur RWTH Aachen, Uni Heidelberg und LMU geben kann, setzen die meisten Hochschulen auf "Diversity Management" also auf gut deutsch, wir lassen jeden studieren, der es schafft, den Antrag auf Einschreibung fehlerfrei zu unterschreiben.

Tendenzen, das Hochschulabsolventen, Gelernte ersetzen, sehe ich nur in Teilbereichen. BWLer die die Jobs von Industriekaufleuten übernehmen oder Sachbearbeiter in der Personalabteilung werden. Das ein Ingenieur an einer Drehbank steht, ist hingegen unwahrscheinlich, da braucht man die ausgebildete Fachkraft.

« Letzte Änderung: 19.12.2013 00:40:08 von Weyland-Yutani » Gespeichert

wa-na-ka
Treffen-Orga

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« am: 19.12.2013 07:47:49 »

Das Schlimme ist ja auch, dass einiges jetzt auch hier in Deutschland vom Ausbildungsberuf zum Studium gemodelt wird.

Aktuelles Beispiel: Um Hebamme zu werden kann nun auch studiert werden.

Klassische Hebammen selbst finden das total sinnfrei, weil diese Geburtshelfer(innen) zumeist kaum Praxiserfahrung haben und die jetztigen Hebammen noch dazu benoetigt werden, den Studierten nach dem Abschluss ihres Studiums (naechstes Jahr gibt es die ersten Abschluesse) erstmal alles Notwendige beibringen muessen.

Angeblich reissen sich aber jetzt schon die Krankenhaeuser, um solch halbgare Ausgebildeten. Gleichzeitig versuchen sie ihre ohnehin schon ueberforderten 'alten' Hebammen zum Unterrichten zu bringen.

Zudem wage ich zu bezweifeln, dass so eine Hebamme jemals tatsaechlich freiberuflich arbeitet. Dafuer kann sie zu wenig, bei gleichzeitig enormen Versicherungskosten, die sie erstmal aufbringen muss (teilweise bis zu 25% des Jahresgehalts). Wobei diese Versicherungskosten und die Spirale der "heute verklagen wir alles und jeden, wenn etwas nicht nach Schema F laeuft - Generation" dazu ohnehin ein Toeter dieser Berufsgruppe sind (hier im KH wurde ich von einer Polin betreut, eine Bekannte von einer Franzoesin und das mitten in der deutschen, abgelegensten Pampa - wo sind die Deutschen?).


Allerdings duerfte das Problem, dass die Jugendlichen keinen Ausbildungsplatz finden nicht ausschliesslich darin begruendet sein, dass es zu wenige Stellen gibt. Vielfach gibt es unzaehlige unbesetzte Stellen. Aber eben nicht in der hippen Grossstadt sondern auch schonmal in einem einsamen abgelegen Dorf (es gibt Gegenden da werden arbeitslose Jugendliche aus Spanien eingestellt, weil es keine Bewerber aus Deutschland gibt - nur mal als Beispiel). Und letztlich werden wohl auch viele Voraussetzungen nicht erfuellt oder die Ansprueche der Jugendlichen sind schlicht nicht vereinbar mit der Realitaet.
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DerBademeister

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« am: 19.12.2013 15:57:19 »

Ein Studium lohnt sich Heute nur noch bedingt, zwar sind die Arbeitslosenzahlen niedriger als bei Mitbürgern ohne Studienabschluss, die Zeit der sicheren Arbeitsplätze und Einstiegsgehälter von 30.000 sind jedoch lange vorbei. Man muss berücksichtigen dass ein Studienabgänger erst mit 23-26 anfängt Geld in seinem erlernten Beruf zu verdienen, ein Azubi verdient bereits mit 16 Geld und zahlt länger in die Rentenkasse ein. Jeder Maschinenführer lacht über das lächerliche Gehalt eines wissenschaftlichen Mitarbeiters an der Uni, jeder Dorflehrer verdient mehr als ein Professor nach dem neuen Besoldungsrecht. Akademiker die gut genug sind gehen deshalb meist ins Ausland - zum Beispiel in der Schweiz, wo das durchschnittliche Professorengehalt doppelt so hoch ist wie in Deutschland.

WY sprach das Ausbildungssystem in den USA an, wo es kein duales System der Berufsausbildung gibt und Ausbildungsberufe wie z.B. Krankenschwester als BA an einer Uni erlernt werden. Im Vergleich zu Deutschland sind die USA allerdings ein Hochlohnland für qualifizierte Berufe - meine in Kalifornien lebende Schwägerin verdient als Krankenschwester rund vier Mal so viel wie sie in Deutschland bekommen würde, mein Bruder der im tech support arbeitet das Doppelte - und das bei vergleichbaren Lebenserhaltungskosten. Deutschland ist ein Niedriglohnland und das absolute Schlusslicht der gesamten OECD in Punkto Gehaltsentwicklung (meines Wissens bis zur Finanzkrise das einzige Land in der OECD wo die Löhne sogar gesunken sind). Gemäß dem Produktivitätsfortschritt der letzten zwanzig Jahre müsste jeder Einzelne von uns rund 20 % mehr Gehalt bekommen - aber da haben die vorgenannten Bertelsmänner und andere Think Tanks unserer Milliardäre was dagegen.
« Letzte Änderung: 19.12.2013 15:58:17 von DerBademeister » Gespeichert

Midori

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Kaiser Willhelm I.


« am: 20.12.2013 00:14:23 »

hatte letztens in nem englischen Forum nen langen thread dazu gelesen (hey ich muss meine niedrig bezahlte (wird sind dieses jahr auf 8,50 die stunde gekommen!!!), hochtechnisch fordernde arbeit _für_ eine internationale Technologie-Firma ja auch überbrücken)

In den Usa wurde 2 Jahrzehnte lang gepredigt, dass Berufe im Kranken- und Betreuungswesen die Zukunft wären (besonders Arztassistent(innen) und Pflegeschwestern). Dies ist eine 4 Jahre Ausbildung (College) ohne Praxisbezug und mehr als 100.000 Dollar Schulden.
In dem Thread hatten sich mehrere darüber beschwert oder konnten Beispiele aus dem Umfeld nennen, dass der Markt in den Großstädten mehr als überlaufen ist. Die meisten Arbeitgeber fordern mehrjährige Berufserfahrung und bieten natürlich keine bezahlten praktikumsstellen an. Die unbezahlten Praktikumsstellen werden von denen belegt, die etwas klüger waren und in einer der Unis gegangen sind, die das Praktikum mit in der Ausbildung hatten. Nachträglich das praktikum machen, was mindestens ein jahr dauert ist sogar für die meisten keine Option, da sie nach dem Abgang aus der Uni ihren Studienkredit abbezhalen müssen.

Traumhafte bezahlung, 4mal so hoch wie Bade geschrieben hatte, bekommen dann auch nur diejenigen die länger im Beruf sind, oder die einen der Jobs in der Pampa annehmen. Das war dann auch der Vorschlag von den meisten teilnehmern im Thread, aber der Großteil der Arbeitssuchenden wollten dann doch nicht aus der Großstadt raus.
Also solche Vergleiche wie 4 mal mehr Lohn geben nicht das komplette Bild ab. Wer nach Montana oder Arizona in ne kleinstadt ziehen möchte, der könnte so ein gehalt bekommen. Wir reden ja immerhin noch von Studienabgängern, bzw in Deutschland von Ausgebildeten.
Aber viel Glück in der Großstadt. wieso sollten die eine deutsche frisch ausgebildete Krankenschwester nehmen, wenn jedes jahr Tausende amerikaner den gleichen Job haben wollen.


Wir werden sowieso in den nähsten Jahren immer mehr Arbeitskräfte verlieren. Der Demo-Wandel vollzieht sich mit voller Wucht. Paar Arbeitslose Akademiker wären unser kleinstes Problem.
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Diablo
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Cygnus X-1

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« am: 20.12.2013 16:18:16 »

Alles was ihr aufführt ist im Allgemeinen sicher richtig, da auf mindestens 80% der Studiengänge zutrifft. In den restlichen 20% ist es in meinen Augen absolut notwendig, dass Personen welche in den Beruf gehen eine bestimmte fachliche und soziale Reife erlangt haben, dies haben viele einfach nicht wenn sie von 16 bis 20 eine Ausbildung gemacht haben.
Für eine Reihe von Berufen ist es in meinen Augen weiterhin absolut zwingend ein Studium absolviert zu haben.

In den Berufszweigen in welchen ich Vorstellungsgespräche führen muss (Informatik + Mathematik + verschiedene Ingenieurrichtungen) merke ich ganz extrem wer davon eine Informatik-Ausbildung, wer Bachelor und wer Diplom/Master gemacht hat. Ja, gerade im Bereich komplexer Probleme merkt man im späteren Projektgeschäft auch wer von der FH kommt und wer von der Uni.

Was das Problem angeht einen gut bezahlten Job nach dem Studium zu finden, kann ich nur für diesen technischen Bereich sprechen und da fängt man hier in der Gegend in der Regel mit irgendetwas zwischen 40k und 50k im Jahr an. Zumindest in der Münchener Gegend hat man mit diesen Gehaltsvorstellungen auch kein Problem eine Stelle zu finden. Was ich in der Industrie eher als Problem sehe ist, dass man die Mitarbeiter auch möglichst lange auf dem (für ihre Tätigkeit) geringen Gehaltsniveau halten will. Für einen gehenden Senior mit 130k stellt man eben lieber drei Junioren á 40k ein und hofft, dass sie sich ein paar Jahre mit dem Gehalt zufrieden geben.
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Ahab

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Kapteyns Stern


« am: 20.12.2013 17:14:45 »

Für mich ergibt sich nach einigen Nachdenken, folgende Schlüsse; erstens bin ich persönlich der festen Überzeugung, dass die Bildungsabschlüsse in den letzten Jahrzehnten schleichend entwertet wurden, dies besonders sogar in den Ballungszentren. Es ist vielleicht etwas polemisch zugespitzt, doch fast könnte man meinen, dass das was heute in den Schulen der Großstädte als Matura/Abiturniveau gilt, vor 20-30 Jahren in einer kleinen Landhauptschule gerade zum Hauptschulabschluß reichte.
Die Hauptschule hat sich zur Resteschule entwickelt, alles was irgendwie bis 3 zählen kann, drängt in die Gymnasien und nivelliert dort natürlich die Erwartungshaltung in den Keller. In der Hauptschule verbleiben gerade mal die Kinder der Migranten, Kinder der sozialen Unterschicht und die Kinder des Bildungsprekariat, da sonst die Sonderschulen überfüllt wären.
Dass dort kein sinnvoller Unterricht möglich ist, wo doch ein Gutteil der Kinder dem Unterricht aufgrund Sprachdefiziten kaum folgen können, und ein weiterer Gutteil vom Fernseher aufgezogen wurde, liegt klar auf der Hand. Dieses Bildungsmanko, wird einem den Rest des Lebens verfolgen, daher ist der weitere Weg oft vorgezeichnet, Hilfsarbeiter/innen, McJobs da für eine qualitativ hochwertige duale Berufsausbildung die Grundkenntnisse fehlen, frühe Schwangerschaften...Spirale dreht sich weiter.
Diejenigen aber, die noch vor 20-30 Jahren in die Berufschule gingen, und dort das solide Rückgrat einer gut ausgebildeten Facharbeiterschaft, und damit der gesamten Wirtschaft bildeten, drängen heute weiter in Richtung Studium. Selbst wenn es ein wirtschaftlich kaum verwertbares Orchideenstudienfach ist, gilt es einfach schicker zu studieren, als zu arbeiten.
Wer etwas kann, was nicht jeder kann, was andere auch wirklich brauchen, bekommt auch ordentlich bezahlt. Ich habe vor einigen Jahrzehnten auch mal Berufe erlernt, nämlich Schiffs- und Bootsbauer, Stahlbauschlosser und Universalschweisser. Egal welchen ich jetzt als Referenz nehme, unter 2000 Euro netto Anfangsgehalt 14 mal im Jahr, bekommt man da kein Personal. Dagegen nun mal ein Angestelltengehalt, eines frischgebackenen Maturanten/Abiturienten bei uns 900-1150 Euro netto (Schichtdienst!), eine frischgebackenen Wirtschafts oder sonstigen Abgänger 1200-1450 Euro, meiner Nachbarin der Assistenzärztin 1400-1600 Euro...
Warum? Nun, ich denke, weil die Pyramide in Schieflage geraten ist, und nun seit einiger Zeit keine Pyramide mehr ist, sondern eher einen Doppelkegel bildet.
Zuviele die durch Versäumnisse der Bildungspolitik im Hilfsarbeiter und Handlangerpool enden, befeuert noch durch massive Zuwanderung von ungelernten und unbeschulten Menschen durch Fehler in der Integrationspolitik verderben den Preis für einfache Tätigkeiten durch zu großes Angebot, zuviele die in ein Studium und danach in Verwaltungsposten drängen erzeugen ein großes Ungleichgewicht zur Mitte hin, wo eine immer kleiner werdende, gut ausgebildete Facharbeiterschaft, quasi den Reibach ihres Lebens macht...
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Striddl

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« am: 20.12.2013 20:07:42 »

@bade: mal ganz provokativ gefragt: welcher akademiker macht bitte für 30.000 euro auch nur einen finger krumm? Oder gehst du von einem Halbtagsjob aus?

auch das beispiel mit der krankenschwester sollte man vielleicht mal im rahmen der sonstigen umstände betrachten. in einem land in dem miete, nahrungsmittel, bildung und sonstiges mal eben doppelt und dreifach so viel kosten wie in deutschland, da darf man dann auch gerne etwas mehr verdienen. wenn man noch die kosten betrachtet, die man bezahlen muss, wenn man selbst in den genuss dieser krankenbetreuung kommen will, dann dürfte man feststellen dass der rasen in amerika auch nicht viel grüner ist als hier. die usa sind vielleicht das land mit dem höchsten einkommensdurchschnitt; sie sind aber auch das land, das die meisten essensmarken an die bevölkerung ausgibt.

@dia: jetzt würde ich aber auch gerne wissen welches denn nun diese besonderen 20% der berufe sind. ich übertreibe auch nicht, wenn ich sage, dass du der aller erste mensch bist, der mir je begegnet ist und der die meinung vertritt, dass ein 25-jähriger universitätsabsolvent, welcher die letzten 10 jahre hauptsächlich im alkoholinduzierten, komatösen zustand verbracht hat, eine höhere soziale reife aufzuweisen hätte, als einer der mit mit 16 eine ausbildung gemacht hat und schon seit 5 bis 10 jahren im berufsleben steht. also das würde mich jetzt schonmal interessieren wie du das begründest.

ich kann ja gar nicht mehr zählen mit wievielen personalern ich über dieses thema in den letzten wochen und monaten geredet habe, aber der überwältigende konsens ist doch eher der, dass ein typischer absolvent nach dem studium erstmal 6 - 24 monate am händchen gehalten und ausgebildet werden muss, bevor er tatsächlich etwas sinnvolles leisten kann.

Bei welcher Firma arbeitest du denn, wenn ich fragen darf? ich hätte ja nicht gedacht, dass es gerade im IT-bereich noch so ein schubladen denken gibt und dermaßen zwischen hochschule und universität unterschieden wird.
es gab mal eine zeit, in der einerseits die universitäten noch als theorieanstalt galten, welche die leute für das labor und die forschung ausgebildet haben und es andererseits die hochschulen gab, welche für die praktiker zuständig waren. es ist mir unbegreiflich wieso sich das bild der universitäten so geändert hat. die tatsache dass man seine vorlesungen mit 3000 anderen studenten auf der leinwand im zweiten hörsal verfolgt hat, bereitet einen vielleicht besser auf das arbeitsleben im großraumbüro vor; allerdings wage ich zu bezweifeln, dass das ein sinnvolles einstellungskriterium ist.
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Alpha Centauri


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« am: 20.12.2013 23:55:53 »

...aber der überwältigende konsens ist doch eher der, dass ein typischer absolvent nach dem studium erstmal 6 - 24 monate am händchen gehalten und ausgebildet werden muss, bevor er tatsächlich etwas sinnvolles leisten kann.

chef zum azubi: "schnapp dir nen besen und kehr den boden"
azubi: "aber ich hab doch studiert"
chef: "ach so, dann zeig ich dir erstmal wie das geht"

früher galt studieren mal was. heutzutage ist studieren inflationär und verdrängt alles andere nach unten. siehe meinen post am anfang des threads.
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Kaiser Willhelm I.


« am: 21.12.2013 12:13:26 »

Besonders wenn die meisten internationalen Firmen ja doch die ganze Arbeit outsourcen.

Ich arbeite für einen internationalen Callcenter-Betreiber in einem Projekt für eines der größten Technologiefirmen der Welt. innerhalb von 4 Jahren in diesem Projekt bin ich vom normalen Agent zum spezialisierten technischen Eskalationsspezialisten "aufgestiegen", der täglich technische Calls auf englisch mit Frankreich, Holland, Canada und den USA hält. Alle technischen Probleme die von den normalen Agents im deutschen Raum nicht gelöst werden können landen bei mir, alles was an Presse und technischen Partnern Probleme hat, landet bei mir. Vor meinen Monitoren hängen Screenfilter, damit man nur direkt von vorn sehen kann was drauf ist. Ich habe eine spezielle Chip-Karte die ich durch einen Kartenreader ziehen muss, damit ich auf meinen Rechner und dem Unternehmensproxy komme. Selbst mein Callcenter Boss darf nicht sehen was ich auf meinem Monitor mache. 2 leute in deutshcland haben diesen Level des Zugriffs, der andere ist mein Sitznachbar. ca. 40 Weltweit insgesamt.
Ich hab nen normalen Schulabschluss und verdiene 1000 netto..... Ich sitze jeden Tag da und denke mir, das müsste eigentlich einer machen, der nen studium hatte und 40k im Jahr mindestens verdient.
Aber unsere Uni-Abgänger (wovon es einige in unserer Firma gibt) verdienen das gleiche wie ich (oder 100 weniger, wenn sie noch keinen festen Arbeitsvertrag haben) und kommen mit ihren fragen zu MIR.

*Kopfschüttel*
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Havoc

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IW-Renter


« am: 22.12.2013 13:44:49 »

1000€ Netto? Bei wie vielen Arbeitsstunden pro Woche?
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whiskey

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Alpha Centauri


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« am: 22.12.2013 22:45:23 »

ich tipp mal auf 40. callcenter wird einfach scheiße bezahlt.
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Mehr Hass! Mehr Flame! Mehr Heulerei! Mehr... oh... Sonne. Macht mal weiter ich bräun mir den Schniedel.  Saufen
Midori

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Kaiser Willhelm I.


« am: 22.12.2013 23:45:35 »

jup,

bzw 42,5 mit der obligatorischen mittagspause. Das ist btw. Mindestlohn und wurde erst dieses jahr eingeführt, (8,50€ die stunde) Für alle diejenigen, die immer noch denken der mindestlohn ist zu viel vorher war es 1050 BRUTTO.



Meine schwester macht fast 900 Netto halbtags bei Kaufland
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