IceWars *wink* Community
24.05.2018 06:14:15 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
News:
 
 
   Übersicht   Hilfe Suche Profil Kalender Login Registrieren  
Seiten: 1 ... 5 6 [7] 8   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Anekdoten aus der Tagespolitik  (Gelesen 16944 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Karl_Behagel.

Offline Offline

Beiträge: 1.449


« am: 26.01.2014 21:55:58 »

immer nur meckern ist halt einfacher und bequemer  Uhm?
Gespeichert



Die Handels-Gilde wollte auch mal böse sein - neues Schoßhündchen mit automatischer ans-Bein-pinkel-Funktion!
DerBademeister

Offline Offline

Beiträge: 953

Inaktiv


WWW
« am: 27.01.2014 21:51:50 »

...
Die schöne Welt des neoliberalen Konservativismus, wo Sklave und Plantagenbesitzer als Marktteilnehmer frei und auf Augenhöhe zusammen den Lohn des Sklaven festlegen.

Geht´s etwas weniger dramatisch ? Das Thema ist komplexer als dieser sinnfreie Satz. Warum machst Du nicht einen auf "Sklavenhalter" und änderst das ?

Ich bin selbstständig seit ich mit 18 meine erste Paysite gebaut habe - seinerzeit wurde noch über lustig piepende Modems gesurft und ein paar Stunden Internet kosteten so viel wie Heute eine Monatsflatrate. Wenn Du hier was beisteuern willst setzt Du Dich besser mit der Sache auseinander statt mit Personen die Du nicht kennst und von deren beruflichen Hintergrund Du keine Ahnung hast.

Dein Totschlagargument ist so oder so geschenkt, da ein Unternehmer der seine Mitarbeiter anständig bezahlt nichts an der Logik der Nutzenmaximierung im derzeitigen Wirtschaftssystem ändert. Daran haben sich schon weit erfolgreichere Unternehmer erfolglos abgearbeitet als Du oder ich es jemals sein werden.

Falls Du der Ansicht bist dass ein Mindestlohn schädlich ist und insofern Horst Seehofers Meinung teilst kannst Du Dich gerne damit auseinandersetzen, denn genau darum ging es in meinem kurzen Einwurf.
Gespeichert

Sauron
Die letzte Instanz
Support Administrator
*
Offline Offline

Beiträge: 13.996



« am: 27.01.2014 22:11:59 »

Ändert aber nichts an der Tatsache, daß dein Satz sinnfrei war und das völlig unabhängig von einer Mindestlohndebatte.
Gespeichert

Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
Sumpfhuhn

Offline Offline

Beiträge: 1.632


« am: 27.01.2014 22:29:28 »

 Good Posting

Endlich offenbarst du deine eigene SPANatur
Gespeichert
DerBademeister

Offline Offline

Beiträge: 953

Inaktiv


WWW
« am: 27.01.2014 23:34:43 »

Wenn Du nicht verstehst wieso der Satz von Seehofer eine widerliche Dreistigkeit ist, dann kann ich Dir nicht helfen Sauron. Marx musst Du nicht gelesen haben um das zu verstehen. Wenn Du es verstehst sind keine weiteren Worte notwendig. Wenn Du es nicht verstehst, sind weitere Worte Zeitverschwendung, denn dann leben wir auf zwei völlig unterschiedlichen Planeten. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Gespeichert

Sauron
Die letzte Instanz
Support Administrator
*
Offline Offline

Beiträge: 13.996



« am: 27.01.2014 23:52:06 »

Die Sinnfreiheit hat auch nichts mit Seehofer zu tun, mit Marx auch nicht.

Das mit den zwei Planeten wäre hingegen eine gute Idee.
Gespeichert

Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
DerBademeister

Offline Offline

Beiträge: 953

Inaktiv


WWW
« am: 15.03.2014 17:39:13 »

Interessanter Artikel zum Fall Hoeness:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Zweifel-an-seiner-Version/story/17297272

Die CSU-weisungsgebundene bayerische Justiz scheint sich jedenfalls redlich zu bemühen, eine genaue Durchleuchtung des Systems Hoeness/FC Bayern zu vermeiden.
Gespeichert

Salaween

Offline Offline

Beiträge: 382

Lachmeister


« am: 15.03.2014 17:47:28 »

Wesentlich interessanter als die zu niedrige Haftstrafe für einen steuersündigen Manager der Wurst macht finde ich eine Nachricht die ich gerade gelesen habe:

Zitat
Fallschirmjäger auf Festland gelandet -Ukraine meldet russischen Vorstoß
(n-tv app, 15.03.2014)

In dem "Artikel" steht, dass eine UN Resolution an dem Veto von Russland gescheitert ist - nein sowas  Hää?, aber probieren konnten dies ja mal  Rolling Eyes

Hab dazu hier glaube ich noch garnichts gelesen, was denkt ihr darüber? Ist das überhaupt Thema in der deutschen Bevölkerung oder eher uninteressant weil zu weit weg?
Gespeichert
Striddl

Offline Offline

Beiträge: 1.608



« am: 16.03.2014 04:40:08 »

Interessanter Artikel zum Fall Hoeness:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Zweifel-an-seiner-Version/story/17297272

Die CSU-weisungsgebundene bayerische Justiz scheint sich jedenfalls redlich zu bemühen, eine genaue Durchleuchtung des Systems Hoeness/FC Bayern zu vermeiden.

Rolling On The Floor Laughing
Die 3 Finanzmarktexperten und Vermögensverwalter "G.", "L." und "S." sind ganz genau die vertrauenswürdigen Personen, auf deren Aussage ich eine Anklage stützen würde.
Hätten Sie jetzt noch den berühmten Hedgefonds manager H. zu Wort kommen lassen, hätte mich der Artikel gänzlich überzeugt. So ist meine Motivation auf der Zielgeraden leider eingeschlafen.


@Salaween:
Zur Ukraine wollte ich hier jetzt schon mehrfach was schreiben, aber das Kind ist ja eh schon in den Brunnen gefallen. Mehr als zusehen kann man jetzt nicht mehr.
Schlimm finde ich allerdings, wieviele Deutsche jetzt aus reinem Antiamerikanismus den lupenreinen Demokraten Puten zum barmherzigen Volksbefreier verklären.
« Letzte Änderung: 16.03.2014 04:41:00 von Striddl » Gespeichert

Zitat
“That's the beauty of argument. If you argue correctly, you're never wrong.” - Nick Naylor
DerBademeister

Offline Offline

Beiträge: 953

Inaktiv


WWW
« am: 16.03.2014 14:15:22 »

Same shit, different asshole. Nun gibt Putin eben den "Hitler", vor ein paar Jahren war es Bush. Wobei Putins Gründe noch handfester sind als die des Wüstenkriegers, immerhin war die Krim über Jahrhunderte ein Teil Russlands bis KP-Chef Chruschtschow sich aus machttaktischen Gründen dazu entschied, sie per Handstreich der Ukraine zuzuschlagen um die Dominanz Russlands in der UDSSR zu schwächen. Die historisch wohl einmalige Gelegenheit sich die Krim wiederzuholen wird sich Putin nicht entgehen lassen. Mit dem Westen kann er auch anschließend wieder ins Gespräch kommen, nachdem er Tatsachen geschaffen hat.

Ein gewiefter Stratege der seinen Machiavelli  gelesen und verstanden hat, das muss man ihm lassen. Die Außenpolitik von Kerry, Steinmeier und Barroso mutet dagegen ziemlich stümperhaft an, aber das ist nicht das erste Mal dass Putin den westlichen Großstrategen hier ein Schnippchen schlägt (siehe Syrien). Kissinger hat es auf den Punkt gebracht: "Demonization of Vladimir Putin is not a policy; it is an alibi for the absence of one."

Wenn unsere Großkopferten die NATO und EU wirklich bis vor Moskaus Haustür ausdehnen wollen hätte ihnen eigentlich klar sein müssen, dass ein Preis dafür gezahlt werden muss. Den Preis müssen die Ukrainer bezahlen.
Gespeichert

Striddl

Offline Offline

Beiträge: 1.608



« am: 16.03.2014 15:43:03 »

Es wäre mir aber neu, dass Bush oder Obama ein Land anektiert haben. Das hat bisher nur Putin. Und wenn man Südossetien (ossezien? osse... ach egal) und Abchasien dazu zählt, dann bereits zum wiederholten Male.
Dass die ethnischen Russen in der Ukraine eine Legitimation darstellen sollen ist ja auch nur ein schlechter Scherz. In China gibt es auch eine russische Minderheit. Will Putin als nächstes vielleicht da auch noch einfallen? Und was ist denn bitte mit Tschetschenien und den dortigen Unabhängigkeitsbestrebungen? Überhaupt, warum haben wir eigentlich Millionen von Russlanddeutschen zurück nach Deutschland geholt? Hätten wir die betreffenden Gebiete in Russland doch einfach anektiert. Osterweiterung nach Putin'scher Art. Das deutsche Volk braucht schließlich mehr Lebensraum.

Aber mal abwarten. Wisst ihr, was noch ganz in der Nähe der Krim liegt? Transnistrien! Mal schauen wie lange es dauert, bis dort überaschend gut ausgestattete, russisch sprechende aber selbstverständlich nicht gekennzeichnete Soldaten landen. Und wo man gerade dabei ist, kann man den kleinen Zipfel der Ukraine dazwischen auch gleich noch mitnehmen.

Europa hat heute leider Macht- und Geopolitik verlernt und vermag es nichtmal mehr ansatzweise die eigenen Interessen zu wahren. Und gerade jetzt meinen immer mehr vernebelte Europäer aus den Reihen der AFD, der UKIP - oder wie sie alle heißen - man könne als kleiner euopäischer Zwergstaat die Weltmacht spielen und auf die Kacke hauen. Die Geschichte mit der Ukraine ist dabei nur der neueste Konflikt, der wieder mal zeigt, dass in einer globalisierten Welt, die europäischen Länder um Deutschland, England oder Frankreich nichts weiter als unbedeutende Furunkel am Hintern eben dieser Welt darstellen.
Gespeichert

Zitat
“That's the beauty of argument. If you argue correctly, you're never wrong.” - Nick Naylor
Jom

Offline Offline

Beiträge: 252

Nova


« am: 16.03.2014 17:44:53 »

@striddl: von Dir hätte ich etwas mehr Tiefgründigkeit erwartet. Denn so schwarz-weiß ist das Problem rund um die Krim bzw. Ukraine nicht. :-)

Wenn Europa, respektive die EU, geopolitische Interessen hätte, würde es um eine differenzierte Politik mit Rußland bemüht sein und nicht ständig nach der Pfeife der USA tanzen. So aber demontiert es sich selbst. Erst Vereinbarungen platzen lassen (z.B. Nato-Erweiterung), dann das Feuer anfachen (Ukraine, mit leeren Versprechungen) und mit einer demokratisch nicht legitimierten Putschistentruppe an einem Tisch sitzend Verträge zuungunsten Rußland´s aushandeln wollen und sich noch wundern daß sich das Putin nicht gefallen läßt. 
Gespeichert
DerBademeister

Offline Offline

Beiträge: 953

Inaktiv


WWW
« am: 16.03.2014 18:19:13 »

Es wäre mir aber neu, dass Bush oder Obama ein Land anektiert haben.

Die Geschichte der USA ist eine Geschichte stetiger Landnahme, Vertreibung und Völkermord, eine Geschichte imperialistischer Einmischungen die sich im 19. Jahrhundert auf den ganzen amerikanischen Kontinent ausbreitete und im 20. Jahrhundert auf die ganze Welt. Bleiben wir aber mal bei der vorigen Regierung der USA, so hat Diese ohne Grund ein leidlich funktionierendes und stabiles Land in Schutt und Asche gelegt und somit den Tod von hunderttausenden Zivilisten und die Vertreibung mehrerer Millionen Bürger des Iraks zu verantworten. Keine Woche vergeht ohne blutige Anschläge und ethnische Säuberungen. Dasselbe Bild in Afghanistan. Die aktuelle US-Regierung führt nebenher einen stetig eskalierenden Drohnenkrieg in souveränen Ländern wie Pakistan und dem Jemen, einem illegalen Krieg dem jede Woche Zivilisten zum Opfer fallen. Seit dem Ende des Kalten Krieges haben die Führer des Westens erheblich mehr Blut an ihren Händen als die Russen. Sie haben keinerlei moralische Legitimation mit dem erhobenen Zeigefinger aufzutreten.

Das hat bisher nur Putin. Und wenn man Südossetien (ossezien? osse... ach egal) und Abchasien dazu zählt, dann bereits zum wiederholten Male.
Dass die ethnischen Russen in der Ukraine eine Legitimation darstellen sollen ist ja auch nur ein schlechter Scherz. In China gibt es auch eine russische Minderheit. Will Putin als nächstes vielleicht da auch noch einfallen? Und was ist denn bitte mit Tschetschenien und den dortigen Unabhängigkeitsbestrebungen? Überhaupt, warum haben wir eigentlich Millionen von Russlanddeutschen zurück nach Deutschland geholt? Hätten wir die betreffenden Gebiete in Russland doch einfach anektiert. Osterweiterung nach Putin'scher Art. Das deutsche Volk braucht schließlich mehr Lebensraum.

Haben unsere Großväter doch 41-45 versucht, 20 Millionen abgeschlachtete Russen sind Zeugnis für den rassistischen Größenwahn jenes Deutschlands. Nicht zu vergessen 14-18, Napoleons Marsch hundert Jahre vorher und so weiter. Betrachten wir die Geschichte dieses von seinen westlichen Nachbarn immer wieder und wieder überfallenen und geplünderten Landes, dann ist es aus der Sicht der Russen absolut nachvollziehbar dass sie sich von der stetigen Ausbreitung der antirussischen NATO und EU bis vor ihre Grenzen bedroht fühlen. Diese Ostausbreitung ist nebenbei bemerkt ein Vertragsbruch der Westmächte, die anno 90 versprochen haben die NATO nicht über Deutschland hinaus auszudehnen - das war der Preis für die Zustimmung der Russen zur deutschen Einigung. Hat später niemanden mehr interessiert, Verträge und Völkerrecht gelten Westpolitikern schließlich nur als hohes Gut wenn sie gerade mal von den bösen Ostlingen verletzt werden.

Europa hat heute leider Macht- und Geopolitik verlernt und vermag es nichtmal mehr ansatzweise die eigenen Interessen zu wahren. Und gerade jetzt meinen immer mehr vernebelte Europäer aus den Reihen der AFD, der UKIP - oder wie sie alle heißen - man könne als kleiner euopäischer Zwergstaat die Weltmacht spielen und auf die Kacke hauen. Die Geschichte mit der Ukraine ist dabei nur der neueste Konflikt, der wieder mal zeigt, dass in einer globalisierten Welt, die europäischen Länder um Deutschland, England oder Frankreich nichts weiter als unbedeutende Furunkel am Hintern eben dieser Welt darstellen.

Statt Polizist am Arsch der Welt zu spielen wäre es unserer Bundesregierung anzuraten sich einmal auf ihr eigenes Land zu konzentrieren, hier liegt mehr als genug im Argen. Wir verballern Milliarden für Militäroperationen in fernen Ländern während unsere heimische Infrastruktur vor sich hin rottet. Wenn Frau Merkel unbedingt Außenpolitik am Tisch der Großmächte spielen will wäre ihr derzeit mit Abstand wichtigster Job das gerade auch dank ihrer miserablen Krisenpolitik auseinanderbrechende EU-ropa zu konsolidieren, statt die EU immer weiter um nicht annähernd wettbewerbsfähige zweite Welt-Länder auszudehnen. Die Fortsetzung dieses Expansionskurses wird die EU nicht überleben. Den Amerikanern wäre das ganz Recht, ein uneiniges Europa ist leicht zu lenken, ein einiger Staatenbund mit koordinierter Außenpoltik ist dagegen ein gefährlicher Konkurrent und der Alptraum jedes Thinktanks in Washington. Deutsche Interessen und europäische Interessen müssen nicht die Interessen Washingtons sein - mitunter sind sie sogar entgegengesetzt.

Wir brauchen auch deshalb keine Ukraine in der NATO und wir brauchen erst recht keine Ukraine in der EU. Beide Organisationen bis vor die Tore Moskaus zu erweitern ist nicht nur unglaublich teuer, sondern gefährlich. Es ist Konfrontation und Provokation. Die Russen haben berechtigte Sicherheitsinteressen die man im Westen endlich ernst nehmen muss. Diese Interessen sind nicht nur die Interessen von Putin, sondern die Interessen der russischen Bevölkerung und würden auch von jedem anderen Regierungschef dieses Landes so vertreten werden, genauso wie unsere eigenen Regierungen auch nicht müde werden auf "unsere" Interessen zu pochen. Russische Interessen sind nicht automatisch schlecht nur weil sie russisch sind, eben so wie deutsche oder amerikanische Interessen nicht automatisch legitim sind nur weil sie westlich sind. Wer nicht in der Lage ist sich in die Situation der Gegenseite zu versetzen, wer die Welt in ein Kleinkinderschema von Gut und Böse unterteilt sollte Diplomatie und Außenpolitik Personen überlassen die etwas davon verstehen. Wir brauchen keine zündelnden Kaiser Wilhelms im Außenamt. Wenn selbst ein gewiefter alter Imperialist wie Kissinger die westliche Außenpolitik abkanzelt sollte man in Brüssel, Berlin und Washington wirklich einmal hinhören. Der Mann ist das wandelnde Gegenteil linker Gutmenschenmoral.

Wenn ich Kerry höre wie er arrogant posaunt "You just don't in the 21st century behave in 19th century fashion by invading another country on completely trumped up pre-text," dann kann ich mich nur wundern wie ihn die Ironie dieser Worte angesichts der Taten seines eigenen Landes nicht erschlägt. Hat er nicht erst 2004 einen Präsidentschaftswahlkampf gegen einen gewissen George Bush geführt, ein Wahlkampf dessen maßgebliches Theme eine illegale Invasion war?

Die Amerikaner haben ein schönes Sprichwort - "what's good for the goose is good for the gander" - nach dieser Maxime handelt Putin. Er nimmt sich nichts heraus was sich nicht auch westliche Führer in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder herausgenommen haben. Statt ständig anzumahnen dass die Gegenseite sich ans Völkerrecht und Verträge hält sollten wir vielleicht erst einmal selbst damit anfangen. Das würde aber einen massiven Kurswechsel in der westlichen Außenpolitik erfordern.

Wie viel leichter ist es stattdessen, mit dem Finger auf das "Reich des Bösen" (Reagan) zu zeigen als wäre es 1962. Dieser Aufbau einer neuen Blockbildung in West und Ost, die guten Amerikaner und Europäer auf der einen und die bösen Russen und Chinesen auf der anderen Seite schadet in einer globalisierten und wie nie zuvor vernetzten und verzahnten Welt am Ende Allen. In Deutschland hängen angeblich 200.000 Arbeitsplätze am Handel mit Russland, das sind Existenzen die vom Handeln unserer Bundeskanzlerin in den nächsten Wochen und Monaten abhängen. Sanktionen treffen nicht nur die Russen sondern auch Deutschland. In Frau Merkels Amtseid steht nichts davon den seit jeher antirussischen Interessen Washingtons dienlich sein zu müssen, dort steht geschrieben: "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden [...] werde."

Wenn Frau Merkel nicht in der Lage ist in ihrem außenpolitischen Handeln die Interessen deutscher Bürger zu vertreten sollte sie das Kanzleramt für jemanden freimachen der den Amtseid ernst nimmt.
Gespeichert

Midori

Offline Offline

Beiträge: 2.225


Kaiser Willhelm I.


« am: 16.03.2014 20:10:13 »

Als erstes Bademeister:

Im Gegensatz zu dem Versuch es uns genetisch einzupflanzen, sind wir NICHT für den ersten Weltkrieg Hauptverantwortlich. Wir waren nur in der propaganda zu blöd. Die Allianz zwischen Russland und Frankreich hat uns den fatalen Schlieffen Plan eingebrockt und damit die neutralität Belgiens verletzt.
Ich würde alle (auch im Sinne des hundertjährigen Jubiläums) Dan Carlins (http://www.dancarlin.com//disp.php/hharchive) Hardcore History Folge "Blueprint for Armageddon" anhören. Alleine die Vorgeschichte und die ersten beiden Monate vom Krieg in seiner Analyse nehmen 8 Stunden Hörbuch ein.
Klar, alle wollten den Krieg in Europa, aber RUSSLAND hat die Lunte entfacht, nicht die Deutschen. RUSSLAND waren die ersten die voll mobilisiert hatten! Deutschland blieb nichts anderes übrig als dann zu mobilisieren. Das Willhelm II. sein OK für die harten Forderungen österreichs gegeben haben soll, ist auch nur ein GERÜCHT.
Dan Carlin hat die Anfangstage und die Strategie gut ausgeleuchtet. Deutschland wusste, dass es einen Zweifrontenkrieg nicht gewinnen konnte. Der Schlieffen Plan sah also vor, dass man durchs neutrale Belgien (was das einzige idiotische an dem Plan war, da es GB in den krieg geholt hatte) in Nordfrankreich einfällt und an der Westfront Fakten schafft. Den Belgiern versprach man komplette Reparationszahlungen nach dem Krieg wenn sie die "durchreisenden" Deutschen in Ruhe lassen und keine Infrastruktur zerstörten. (was dann vom belgischen König abgelehnt wurde und er hatte seine Bevölkerung dann aufgerufen genau das zu tun. Es waren aber meist Zivilisten die die Brücken zerstörten und dazu kamen Scharfschützen. die Anfänge der asymetrischen Kriegsführung. etwas, was den Großmächten damals in Europa neu war. Die deutschen hatte keine dem Kriegsrecht entsprechende Antwort parat und holte bei manchen Bestrafungsaktionen etwas aus, was in der westlichen presse als "Rape of Belgium" hochgebauscht wurde. Wie gesagt wir waren nie gut in der Propaganda. (Siehe als paradebeispiel dazu Krankenschwester von Kuwait)
Zurück zum Schlieffen Plan: Wir brauchten länger durch Belgium und die Entscheidung gegen Frankreich könnte sich etwas hinauszögern.
Aber was passiert in Ostpreussen? Die Russen fallen ein! Aber wie kann das sein? Alle Analysten gingen davon aus, dass die Russen mindestens 4-5 Wochen brauchen um sich zu organisieren. Das war die verdammte Ausgangslage für den gesamten Plan! sich um Frankreich kümmern, während der schlafende Bär Russland seine langsamen Getriebe in Gang setzt.
Zusammen mit der phänomenalen Inkompetenz der Österreicher (sie hatten massive Probleme mit den Serben und konnten nicht in Russland einfallen) war in den Anfangstagen des Krieges auf einmal der Weg nach Berlin für die Russen frei.
Die Russen waren BEREIT gewesen für den Einfall in Ostpreussen.
von Moltke reagierte panisch und schickte Luddendorf und Hindenburg an die Ostfront. Aber als die beiden Generäle mit ihren Regimentern aus der Westfront in Ostpreussen angekommen waren, hatte sich das Blatt schon gewendet. die Russen waren unorganisiert und leichte Beute. von 1914 bis 1917 wischten Luddendorf und Hindenburg den boden mit den Russen auf.

Nochmal zum Mitschreiben: Wir hatten Russland BESIEGT! die einzige Großmacht, die je Russland besiegt hatte.
Für die Westfront war dies aber Fatal, die Regimenter von Luddendorf und Hindenburg fehlten für die Anfangsphase des Frankreichfeldzugs und im Russlandfeldzug waren sie nicht Kriegsentscheidend.

Wir hätten uns einfach nur in Elsass Lorrain einbunkern brauchen und hätten den Krieg gewonnen.... der erste Weltkrieg war die einzige Zeit, wo Festungen/Festungsanlagen nach dem Erfinden des Schiesspulvers Sinn gemacht hatten. Wir hatten nicht die Mobilität um fliehende Gegner einzuholen, deshalb konnten sich die französischen Regimenter nach den ersten Niederlagen in den Ardennen größtenteils intakt zurückziehen. Kavallerie war nutzlos wegen Maschienengewehren.


Oh wo waren wir? Achja die Krim:
Tut mir Leid für die ukrainer, aber wegen der Krim fang ich keinen dritten Weltkrieg an.
Gespeichert
DerBademeister

Offline Offline

Beiträge: 953

Inaktiv


WWW
« am: 16.03.2014 21:00:57 »

Wer ist "wir"? Die dafür verantwortlichen Personen sind seit mehreren Generationen tot. Ich fühle zu Kaiser Wilhelm so viel Verwandtschaft und Verbundenheit wie zum Kaiser von China, nämlich gar keine. Auch nur ein eitler, kleiner Mann, ein durch lieblose Erziehung zur Kompensation durch Großmanssucht motivierter reicher Sack der Millionen weniger begüterter junger deutscher Männer (darunter einige der besten Dichter, Künstler und Denker ihrer Zeit) um ihr Leben und ihre Zukunft gebracht hat. Ohne dieses Schwein wäre das 20. Jahrhundert das deutsche Jahrhundert geworden. Ein paar hundert Meter von meinem Wohnort entfernt steht eine schöne Eichenallee mit dem Namen "Heldenallee", da ist an jedem Baum so eine Plakette eingraviert mit Namen, Geburts- und Todesdatum. 18, 19, 18, 18, 20, 18, Baum um Baum um Baum. Die meisten dieser Kids hatten nicht mal Zeit genug um neben einem Mädchen zu liegen bevor sie von MGs zerhackt wurden.

Nein Danke. Nie wieder.

Wir Normalmenschen die nicht mit dem goldenen Löffel im Arsch geboren wurden dürfen niemals vergessen dass wir mit den jungen Russen und Chinesen und sonstigen vermeintlichen Feindbildern viel mehr gemein haben als mit den alten, reichen, mächtigen Männern auf beiden Seiten die uns für ihren eigenen Profit aufeinanderhetzen wollen. Denen gehen wir am Arsch vorbei und das war in der Menschheitsgeschichte niemals anders Wir sitzen nicht mit heimischen Königen und Industriellen im selben Boot, sondern mit den jungen Menschen aus aller Welt die schauen müssen dass es am Monatsende für Miete und Essen reicht. Die Deutschen haben das nach 1918 nicht verstanden, weshalb sie sich 20 Jahre später noch mal für so einen kleinen selbstmitleidigen "Mann" haben abmurksen lassen. Das muss uns eine Lehre sein. Wir müssen uns vor Faschisten und Monarchisten, aber auch vor Imperialisten in Acht nehmen die im Tarnanzug des Demokraten daherkommen.

Vieles von dem was Putin tut geht mir gegen den Strich. Er ist ein typischer Schlapphut, ein Geheimdienstler in dessen Natur es liegt misstrauisch zu sein und in jeder Freiheit ein Sicherheitsrisiko zu sehen. Demokratische Werte und ein liberales Freiheitsverständnis sind ihm wesensfremd. Seine Nomenklatura aus korrupten Oligarchen bestiehlt das russische Volk um den größten Teil des Reichtums der Rohstoffe die in der russischen Erde liegen und allen Russen gehören sollten. Es ist aber nicht meine Aufgabe als Deutscher das zu ändern, das müssen die Russen selber tun wenn sie der Meinung sind dass Putin der Falsche ist um sie zu regieren. Wenn nicht, müssen sie eben mit den negativen Folgen des Putinismus leben, so wie auch wir Deutschen mit dem Merkelismus und seinen negativen Folgen leben müssen. Merkel spricht aber ebensowenig für jeden einzelnen Deutschen wie Putin für jeden einzelnen Russen spricht. "Die" Russen gibt es nicht. Russland ist ein riesiges, facettenreiches, multiethnisches Land, zu glauben dass ein Land welches 50 Mal so groß ist wie unser eigenes so regiert werden müsste oder regiert werden kann wie Deutschland finde ich reichlich arrogant. Die Russen müssen selbst wissen, was für sie am Besten ist. Ihre Geschichte ist wie unsere Eigene eine Geschichte voller Schmerzen und radikaler Umbrüche, da schätzen viele Bürger eine gewisse Ruhe und Stabilität schon sehr hoch ein. Wer das nicht versteht kann nicht begreifen wieso sie sich von der Einkreisung von EU und NATO bedroht fühlen und wieso ihre Gegenreaktionen aus ihrer eigenen Warte aus durchaus legitim sind.

Wenn wir mit ihnen in Frieden leben wollen müssen wir uns darum bemühen sie zu verstehen und dort Kompromisse einzugehen wo sich unsere und ihre Interessen überschneiden. Das ist Diplomatie. Eine Alternative dazu gibt es nicht, da der nächste Krieg zwischen Industrienationen mit Atomwaffen unweigerlich der letzte Krieg für die Menschheit sein wird.
Gespeichert

Midori

Offline Offline

Beiträge: 2.225


Kaiser Willhelm I.


« am: 16.03.2014 22:27:49 »

*kopfschüttel*

Zitat
Wer ist "wir"? Die dafür verantwortlichen Personen sind seit mehreren Generationen tot. Ich fühle zu Kaiser Wilhelm so viel Verwandtschaft und Verbundenheit wie zum Kaiser von China, nämlich gar keine.
WIR? Das deutsche VOLK???

Komm von der Guillotine runter alter Jakobiner, der Klassenkampf ist längst gewonnen.  Uhm? Wir haben ihn nur gegen die Unterdrückung des Kapitalismusses ausgetauscht.
Unser minderwertigkeitsgetriebener Willi, den wir durch den Wurf eins Würfels bekommen hatten, wollte den krieg, den ganz Europa wollte nach den ersten Wochen beenden (bzw. nie in den Krieg reingehen), als er die Verlustzahlen gesehen hatte. Der Kapitalismus hat den Krieg aber bis 1918 laufen lassen. Für alle teilnehmenden Nationen war dieser erste Weltkrieg, der Weltkrieg der truppenmähenden Maschinengewehre katastrophal. An den ersten Tagen sind mehr Leute gestorben, als Napoleon in den Russlandfeldzug geschickt hatte. Keine nation hätte solche Verluste durchstehen können, ohne dass die Bevölkerung hinter ihr stand. Die meisten jugendlichen sind mit Fanfaren und Grinsen in der Backe zum Krieg gefahren. Stell unsere Ur-urgroßväter nicht als Opfer dar, die mit vorgehaltener waffe zum Dienst gezwungen wurden. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war es Chick in den Krieg zu ziehen.

Zitat
Wir Normalmenschen die nicht mit dem goldenen Löffel im Arsch geboren wurden dürfen niemals vergessen dass wir mit den jungen Russen und Chinesen und sonstigen vermeintlichen Feindbildern viel mehr gemein haben als mit den alten, reichen, mächtigen Männern auf beiden Seiten die uns für ihren eigenen Profit aufeinanderhetzen wollen. Denen gehen wir am Arsch vorbei und das war in der Menschheitsgeschichte niemals anders Wir sitzen nicht mit heimischen Königen und Industriellen im selben Boot, sondern mit den jungen Menschen aus aller Welt die schauen müssen dass es am Monatsende für Miete und Essen reicht.

Nun, alter Kumpel der Völkerverständigung, zeig mir die jungen Russen, die gegen Putin zu hunderttausenden auf den Straßen gehen.... Dachte ich mir. Also ich kenne nur die Russen aus MOBA-Spielen und internationalen MMOS, das sind größtenteils rassistische Arschlöcher. dicht gefolgt von den Engländern, die ihre eigene Masterrace Sprache in den internationalen Chats durchsetzen wollen. Kannst du bei jedem MMO ohne länderspezifische Chats beobachten. Wenn da einer deutsch oder französisch/spanisch schreibt wird er aufs übelste beleidigt weil er kein englisch schreibt. Die russischen hetztriaden kann man wenigstens nicht verstehen.


Zitat
Die Deutschen haben das nach 1918 nicht verstanden, weshalb sie sich 20 Jahre später noch mal für so einen kleinen selbstmitleidigen "Mann" haben abmurksen lassen. Das muss uns eine Lehre sein. Wir müssen uns vor Faschisten und Monarchisten, aber auch vor Imperialisten in Acht nehmen die im Tarnanzug des Demokraten daherkommen.

Aber wieso müssen wir als deutsches Volk dafür bluten? Als verständnis? wie du es ausdrückst? Reue?
Eine Lehre sein? Wir versuchen seit Jahrhunderten das deutsche Land zusammenzuführen. Seit dem Zerfall des römischen Reiches wurden die meisten kriege in Europa auf deutschen Boden geführt. Frankreich wollte immer über den Rhein hinaus, die Slaven, später Russland wollten vom östlichen Kuchen was abhaben. Die österreicher waren ganz damit zufrieden, dass die kleindeutsche Staaterei auch so erhalten blieb, und England war immer auf der seite, die strategisch sinnvoll war, damit kein Staat auf kontinentalem Europa dominant wurde. Der dreißigjährige Krieg hat Brandenburg und weite Teile Ostdeutschlands fast ausgerottet. Gekämpft haben die Habsburger, Schweden, Franzosen und Engländer. Wir deutschen hatten da nicht viel zu sagen. Erst die Preußen haben uns aus diesem Spielball rausholen können. Kennst sicherlich das sprichwort, "Preußens Staat hat keine Armee, sondern Preußens Armee hat einen Staat". Das war in der Zeit verdammt nochmal Lebensnotwendig! Wir waren von Feinden umzingelt.
Und nur weil wir eine Monarchie hatten, mussten wir die hälfte unseres landes abgeben? Nur damit du zufrieden sein kannst, dass kein Monarch an der Spitze sitzt? Wir hätten die Monarchie auch ohne den ersten Weltkrieg verloren, bzw das GB Modell gekriegt, Dafür benötigte es keine Halbierung unseres Landes. Aber gut, wenn du dich dabei besser fühlst, dass wir als deutsche endlich eine Lektion erteilt bekommen haben....


Zitat
Vieles von dem was Putin tut geht mir gegen den Strich. Er ist ein typischer Schlapphut, ein Geheimdienstler in dessen Natur es liegt misstrauisch zu sein und in jeder Freiheit ein Sicherheitsrisiko zu sehen. Demokratische Werte und ein liberales Freiheitsverständnis sind ihm wesensfremd. Seine Nomenklatura aus korrupten Oligarchen bestiehlt das russische Volk um den größten Teil des Reichtums der Rohstoffe die in der russischen Erde liegen und allen Russen gehören sollten. Es ist aber nicht meine Aufgabe als Deutscher das zu ändern, das müssen die Russen selber tun wenn sie der Meinung sind dass Putin der Falsche ist um sie zu regieren. Wenn nicht, müssen sie eben mit den negativen Folgen des Putinismus leben, so wie auch wir Deutschen mit dem Merkelismus und seinen negativen Folgen leben müssen. Merkel spricht aber ebensowenig für jeden einzelnen Deutschen wie Putin für jeden einzelnen Russen spricht. "Die" Russen gibt es nicht. Russland ist ein riesiges, facettenreiches, multiethnisches Land, zu glauben dass ein Land welches 50 Mal so groß ist wie unser eigenes so regiert werden müsste oder regiert werden kann wie Deutschland finde ich reichlich arrogant. Die Russen müssen selbst wissen, was für sie am Besten ist.


Auch wenn dein Jakobinerherz dir etwas anderes erzählt, aber ich glaube du überschätzt die macht des gemeinen Volkes. Ohne Hilfe von Außen wird es in unserer Zeit keine Revolutionen mehr geben. Das machtgefüge in unserer Zeit hängt zu sehr bei den Regierenden.
Mit Hilfe der opposition kannst du vielleicht die derzeitige Regierung stürzen um die Opposition einzusetzen, das tauscht aber nur die köpfe, nicht das system aus (Ukraine)
Wenn du eine andere Regierungsart haben möchtest, dann brauchst du Hilfe von Außen, ansonsten geht es dir wie in Syrien.


Zitat
Wenn wir mit ihnen in Frieden leben wollen müssen wir uns darum bemühen sie zu verstehen und dort Kompromisse einzugehen wo sich unsere und ihre Interessen überschneiden. Das ist Diplomatie. Eine Alternative dazu gibt es nicht, da der nächste Krieg zwischen Industrienationen mit Atomwaffen unweigerlich der letzte Krieg für die Menschheit sein wird.

Ist das nicht ein Zitat von Chamberlain von 1938? Hört sich jedenfalls für mich so an. Kann mich aber irren, wüsste nicht welche parallelen man damit ziehen könnte.  Rolling Eyes



Aber wie gesagt, wegen der Krim fange ich keinen dritten Weltkrieg an. Wenn die Polen solche Angst haben, können sie uns gerne Ost- und Westpreußen zurückgeben. Und wenn wir unsere wirtschaftliche existenz mit Sanktionen gegen russland aufs Spiel setzen sollen, dann kann uns Frankreich gerne das Elsass wiedergeben.
Verdammt ich bin sogar seit Jahren davon überzeugt, dass wir uns mehr den Russen zuwenden sollen und weg von den Amis. Die Amis haben immer wieder unter beweis gestellt, dass sie kein echter bündnispartner sind.
Aber mit deiner ganzen Antideutschen Stimmungsmache hast du mich verloren. Vielleicht sollte ich direkt mit Russland verhandeln, wenn se uns Königsberg und Umland wiedergeben, kriegen se sogar ganz Ukraine.
« Letzte Änderung: 16.03.2014 22:30:55 von Midori » Gespeichert
Striddl

Offline Offline

Beiträge: 1.608



« am: 24.03.2014 18:15:55 »

war ja klar, dass onkel bademeister gleich wieder mit geschichten von neunzehnhundert-vor-dem-krieg anfängt. "das hat doch alles noch viel früher seine ursprünge! damals, als die affen von den bäumen stiegen und die krim besiedelt haben, da hat die spd schon den sozialstaat zerstört..."

nunja, ich überspring eure romane mal eben, biss ich vielleicht ein paar monate zeit habe mich da durchzulesen, und unterhalte mich derweil mit jom über das eigentliche thema.


@striddl: von Dir hätte ich etwas mehr Tiefgründigkeit erwartet. Denn so schwarz-weiß ist das Problem rund um die Krim bzw. Ukraine nicht. :-)

Wenn Europa, respektive die EU, geopolitische Interessen hätte, würde es um eine differenzierte Politik mit Rußland bemüht sein und nicht ständig nach der Pfeife der USA tanzen. So aber demontiert es sich selbst. Erst Vereinbarungen platzen lassen (z.B. Nato-Erweiterung), dann das Feuer anfachen (Ukraine, mit leeren Versprechungen) und mit einer demokratisch nicht legitimierten Putschistentruppe an einem Tisch sitzend Verträge zuungunsten Rußland´s aushandeln wollen und sich noch wundern daß sich das Putin nicht gefallen läßt. 

wo siehst du mich denn ein schwarz-weiß bild von der lage zeichnen? und wenn man deine antwort liest, möchte man meinen ich hätte die politik von europa verteidigt. das kann man aus meinem beitrag nun wirklich nicht heruaslesen.

aber es ist doch einfach blödsinn zu glauben, dass auch nur einer der akteure in diesem tauziehen aus humnitären gründen daran beteiligt ist. also können wir bitte diese ganzen vorgeschobenen rechtfertigungsversuche für das handeln der beteiligten parteien beenden? internationale verträge? gebrochene versprechen? dem armen russen auf die füße getreten? was interessiert dieses gebubber denn überhaupt?

wir haben hier einfach zwei parteien, die knallhart versuchen ihre interessen durchzusetzen. eine moralische debatte über irgendwelche unsinnigen rechtfertigungsgründe geht einfach am thema vorbei: nämlich dass europa in diesem spiel ganz klar den kürzeren gezogen und verloren hat. und das ganze einfach deswegen weil europa eine ansammlung zerstrittener dilettanten sind, wenn man sie mit putin vergleicht. denn der hat diesen konflikt seit jahrzehnten geplant, während wir uns in europa damit beschäftigen, ob die paar rumänen in westeuropa nun rumschmarotzern oder nicht.
das ist das absolut einzige was ich anprangere. mit farbenlehre und farbschattierungen hat das nicht das geringste zu tun.


btw: irgendjemandem aufgefallen, dass ich transnistrien hier erwähnt hatte, bevor den medien dessen existenz überhaupt aufgefallen ist? bekomme ich jetzt ein eis?
Gespeichert

Zitat
“That's the beauty of argument. If you argue correctly, you're never wrong.” - Nick Naylor
Sauron
Die letzte Instanz
Support Administrator
*
Offline Offline

Beiträge: 13.996



« am: 24.03.2014 18:52:49 »

Putin könnte mit der Krim Aktion etwas geschafft haben, was doch für ziemlich unmöglich gehalten wurde. Die Einigkeit der EU Länder zu festigen. Zumindest als Momentaufnahme sind sie die Leute einiger, als je zuvor. Das ist doch schon eine Leistung. Wie lange das anhält und ob es was bringt, wird sich weisen.
Gespeichert

Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
masel

Offline Offline

Beiträge: 434

masel


« am: 24.03.2014 20:41:06 »

Das wird nur von sehr kurzer Dauer sein.

Spätestens wenn es darum geht wer denn die Hilfsgelder für die Ukraine aufbringen soll oder es um Wirtschaftssanktionen gegen Russland geht ist es mit der Einigkeit vorbei.
Ich glaube zum Beispiel nicht wirklich daran das Frankreich auf den Deal der Mistral Hubschrauberträger im Volumen von über 1 Milliarden € verzichten möchte.
Gespeichert

Midori

Offline Offline

Beiträge: 2.225


Kaiser Willhelm I.


« am: 24.03.2014 21:23:04 »

Ob die Sanktionen Erfolg haben oder nicht, wird denke ich mal die Außenpolitik von Russland und China die nächsten 10-20 Jahre bestimmen.
Und wenn der Westen mit den Sanktionen versagen (und ich stufe mal eine komplette Eingliederung der Krim ohne große wirtschaftliche Folgen für Russland als versagen des Westens ein, sowie die Rückkehr zur diplomatischen Normalität in 1-3 Jahren), dann können wir uns warm anziehen.
China wird das als Signal werten, dass der Westen nicht bereit ist kleinere Nationen vor Annektionen zu schützen. Taiwan hat damit eine riesengroße Zielmarkierung bekommen. Oder doch erst Sankaku Inseln von Japan?Wenn es soweit ist, hoffe ich, dass alle Nationen einen kühlen Kopf bewahren und der Untergang des Supermacht-Status für die USA genauso gewaltlos verläuft wie das Ende der Sowjetunion (und damit das Ende der Supermacht Russland)
Per Definition kann die USA keine Supermacht mehr sein, wenn der Westen das politische Tauziehen um die Krim verliert.
(A superpower is a state with a dominant position in international relations and is characterised by its unparalleled ability to exert influence or project power on a global scale. This is done through the means of both military and economic strength, as well as diplomatic and soft power influence.)
Wenn die USA die Annektion eines Teilstaates durch eine andere Nation (die keine Supermacht ist) nicht verhindern kann, obwohl sie es versucht hatte, dann kann die USA per Definition (s.o.) keine Supermacht mehr sein.
Wie wird die USA bei Sankaku (eher passiv eingestellt derzeit) und Taiwan (sehr beschützend eingestellt derzeit) reagieren?

"Mögest du in interessanten Zeiten leben." *chinesischer Fluch
Gespeichert
Seiten: 1 ... 5 6 [7] 8   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.21 | SMF © 2006-2007, Simple Machines
Impressum
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS