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Autor Thema: Post vom freundlichen Inkassobüro  (Gelesen 3469 mal)
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Striddl

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« am: 25.05.2012 22:39:14 »

heyho, was lüppt freunde?

ich würde mal wieder gerne meine herzallerliebste community für sorgen aller art mit meinen problemchen belästigen. diesmal gehts um einen netten brief von einem inkassounternehmen, welchen ich heute erhalten hab. und zwar gehts dabei um einen vertrag den ich mal mit alice/hansenet (jetzt o2) hatte. nach kündigung des vertrags - mittlerweile eineinhalb jahre her - hatte ich damals vesäumt den ausgeliehen router ordnungsgemäß zurückzuschicken. zwei monate später wurden mir dann mal eben ohne angabe eines grundes 80 euro vom konto abgebucht. hab die natürlich sofort zurückbuchen lassen und mich bei alice erkundigt, was da denn los sei. nach einigem hin und her hab ich dann auch schon einen rücksendeschein für den router bekommen, und das ganze ding zurück geschickt. klappe zu, affe tot und für mich war die angelegenheit damit gegessen.

jetzt bekomm ich heute also einen bescheid von dem inkasso büro; oder besser gesagt von dem anwaltsbüro, welches damit nun beauftragt wurde. ich solle ihnen doch freundlichst 60 euro in den allerwertesten blasen, und das ganze auch noch bis nächste woche. sie berufen sich wiederum auf hansenet gmbh, was natürlich blödsinn ist, da die hansenetkosten abgehakt sind. habe dann auch gleich dort im büro angerufen und wie erwartet sind die 60 euro ausschließlich inkasso gebühren und zinsen.

nun habe ich angeblich schon 3 mahnungen oder rechnungen oder was auch immer erhalten, welche aber nicht zustellbar waren. als ich nachgefragt habe, war das auch kein wunder: die bescheide wurden erst abgeschickt, nachdem ich umgezogen bin und als der router längst an hansenet zurückgeschickt war. eineinhalb jahre später hat das inkasso büro nun also meine neue adresse rausgefunden und verlangt dass ich das ganze begleiche.

so, genug palavert: was sollte ich jetzt am besten machen?
anwalt einschalten ist ja eher uncool, da selbst mit rechtsschutzversicherung eine eigenbeteiligung anfällt, die sicherlich höher als die 60 euro sind. so einfach hinnehmen möcht ich das aber natürlich auch nicht. schließlich ist das inkasso unternehmen erst aktiv geworden, als mit hansenet bereits alles geklärt war. somit ist es ja entweder ein versäumnis von hansenet, denen mitzuteilen dass die sache erledigt ist, oder aber das inkassounternehmen weiß davon und versuchts einfach mal trotzdem.
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“That's the beauty of argument. If you argue correctly, you're never wrong.” - Nick Naylor
whiskey

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Alpha Centauri


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« am: 25.05.2012 22:53:41 »

dass das inkasso-unternehmen davon weiß, kannste ja nicht belegen. also versäumnis von hansenet als begründung.
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Mehr Hass! Mehr Flame! Mehr Heulerei! Mehr... oh... Sonne. Macht mal weiter ich bräun mir den Schniedel.  Saufen
Striddl

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« am: 25.05.2012 23:05:22 »

ja, das kann ich natürlich nicht beweisen. mir gehts eher darum, wie meine chancen da stehen. auf der einen seite hört man, dass man sich nicht mit inkasso-büros anlegen sollte, weils sonst richtig teuer wird - auf dere anderen seite hab ich jetzt auch schon zig mal gelesen, dass das inkassobüro vor gericht kaum chancen hat, wenn die ursprüngliche rechnung bereits beglichen ist.

davon abgesehen verwirrt es mich auch etwas, dass da nun eine anwaltskanzlei tätig wird, und nicht das inkasso büro selbst. ist das normal? (wenn ja, was macht dann eigentlich das inkasso büro?!?) und wenn nein: ist das dann eine typische abmahn kanzlei, der ich bedenkenlos widersprechen kann, weil die sowieso nie vor gericht gehen?


edit: ich habe übrigens nie eine rechnung oder mahnung von alice bekommen. von einer ankündigung dass sie ein inkasso büro einschalten ganz zu schweigen.
« Letzte Änderung: 25.05.2012 23:10:02 von Striddl » Gespeichert

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axis2

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« am: 26.05.2012 07:58:39 »

in deinem fall würde ich mal einfach der rechnung wiedersprechen. Zum einen hast du die Forderung ja schon längst beglichen, zum anderen kannst du sicherlich auch belegen, dass du umgezogen bist und somit die Rechnungen nicht erhalten hast.

Ob da jetzt ein Anwalt oder ein Inkassobüro aktiv wird und versucht die Forderung einzutreiben ist nicht wirklich relevant, Gebührenmäßig müssen sich beide an das RVG halten. bei einem Streitwert von ehemals 80€ sind die 60€ vermutlich auch total überzogen.

Und wie du schon treffend zu recht bemerkt hast haben inkassofirmen / kanzleien recht wenig chancen ihre inkassokosten vor gericht einzuklagen, da diese rechtlich nicht verankert sind. das einzige was rechtlich festgeschrieben ist, ist das sie dazu angehalten sind die inkasso u. mahnkosten so gering wie möglich zu halten, um keinen unnötigen schaden zu verursachen.

Das schlimmste was dir passieren kann, ist das die einen gerichtlichen mahnbescheid erwirken, dem du wiedersprechen kannst. entweder schlucken die das und die sache ist erledigt, oder es geht vor ein gericht, das prüft ob die forderung tatsächlich besteht (in deinem fall ist die forderung ja schon recht lange beglichen. im besten fall hast du noch irgend ein schreiben, das das belegt) wenn das gericht dann zu deinen gunsten entscheidet, bleiben die auf ihren kosten für den mahnbescheid + auf den kosten für die gerichtskosten sitzen.

die sache sieht für mich aus wie die standard 0-8-15 inkasso abzocke aus mit dem die ihr geld verdienen. einschüchtern, mit paragraphen wedeln und drohen.

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DerBademeister

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Inaktiv


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« am: 26.05.2012 11:25:02 »

bei einem Streitwert von ehemals 80€ sind die 60€ vermutlich auch total überzogen.

Ich hatte mal ein Schwarzfahrticket bei unserem Verkehrsverbund in Höhe von 40 Euro bekommen. Ich zahlte erst mal nicht und wartete darauf dass sie mir eine Mahnung schicken, in der Hoffnung es würde sich vielleicht in der Bahnbürokratie verlaufen. Es kam auch erst mal nichts. Stattdessen flatterte 3 Monate später die Rechnung eines Inkassobüros ins Haus - 80 Euro. 40 Euro für's Schwarzfahren und noch mal 40 Euro Inkassogebühren. Insofern scheinen mir die 60 Euro Inkassogebühren bei einem Streitwert von 80 Euro auch nicht ungewöhnlich. Der Schulder muss von Gesetz her nicht einmal gemahnt werden sobald die ursprüngliche Zahlungsfrist abgelaufen ist, es kann direkt ein Inkassobüro beauftragt werden - mit den entsprechenden Kosten.

Die, auch das sei gesagt, im Vergleich zu Massenabmahnungen bei Urheberrechtsverstößen hier wohl eher läppisch sind.
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axis2

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« am: 26.05.2012 19:43:34 »

ich glaube das im RVG bei einem satz von 1,0 bei einem streitwert bis 300€ irgendwas um die 30-40€ angesetzt sind. bei härteren fällen dann max 1,3 (wobei hier die einzelnen posten relativ detailliert aufgeführt werden müssen). von daher halte ich die 60€ immernoch für ne ziemlich teure sache (ok, wenn man bedenkt, dass die ärmsten 2-3 mal an ne falsche adresse mahnungen geschickt haben und dann auch noch eine adressüberprüfung durchführen mussten könnte es unter umständen irgendwie gerade so hin kommen. trotzdem abzocke Wink.)

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Striddl

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« am: 26.05.2012 20:45:13 »

ich hab bei den netten leuten von snt ja sogar angerufen und bekam die auskunft, dass etwa 47€ auf die inkasso gebührenpauschale entfallen und der rest dann zinsen sind.

ich hab jetzt auch entschieden, dass ich dem ganzen erstmal vollumfänglich widerspreche - ohne angabe eines grundes. dann mal schauen was passiert.

edit: achso, ich hab heut auch gleich noch nen zweiten brief bekommen. ich solle doch bitte kurzfristig zurückrufen.  Laughing
« Letzte Änderung: 26.05.2012 20:47:26 von Striddl » Gespeichert

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axis2

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« am: 26.05.2012 20:49:35 »

interessant wäre evt. auch ob die die forderung treuhänderisch vertreten oder ob die die forderung aufgekauft haben (was ich eher glaube ^^).
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 Jean Paul Sartre
Striddl

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« am: 27.05.2012 02:10:55 »

die ursprüngliche forderung von alice ist ja längst beglichen. was noch übrig ist, ist ja nur die eigene inkasso gebühr.
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uncle_h
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uncle_h


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« am: 30.05.2012 08:09:04 »

Falls Du Student bist, lohnt sich in jedem Fall das Aufsuchen der Rechtsberatung an Deiner Uni/HS. In größeren Städten gibt es auch kostenlose Rechtsberatungen, die von diversen Trägern angeboten werden. Da kann man durchaus mal hingehen und fragen. Manchmal hilft auch die Verbraucherzentrale. Deren Dienste kosten allerdings Geld (ab 5 Euro).
« Letzte Änderung: 30.05.2012 08:09:34 von uncle_h » Gespeichert

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Cestus

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Cestus


« am: 06.06.2012 00:26:19 »

Je nachdem wann die Mahngebühren entstanden sind, sind sie Rechtskräftig.
Wenn das Unternehmen einen Mahnbescheid beantragen "muss" um seine Forderung einklagen zu können, kommen da zwar erstmal 25 € für die dazu, die sie aber als Mahnkosten auf dich umwälzen können. Damit bist du dann inzwischen bei 85€ *wenn ich deinen Sachverhalt richtig gedeutet hab*

Das Problem ist hier sicherlich die Reihenfolge.
Sobald das Mahnwesen an ein Inkassobüro abgetreten wurde, ist dieses der neue Verhandlungsführer mit dem Schuldner. Kommt es zu keiner Einigung "muss" dieses Büro dann einen Anwalt kontaktieren, um rechtliche Schritte gegen dich einleiten zu können.
"Offiziell" wird das ganze erst wenn ein Mahnbescheid ins Haus flattert. Bis dahin haben Briefe an dich abgesehen von den darin aufgelisteten Kosten für den Schuldner den gleichen Stellenwert, wie die normale Hauspost. Die dürfen nicht mehr als der ursprüngliche Gläubiger auch, formulieren das allerdings "schöner" in ihren Briefen und nehmen dem Gläubiger den Stress mit den Schuldnern ab.

Ich glaube allerdings nicht, dass das Inkassounternehmen/Anwalt für seine Gebühren gegen dich zu Felde ziehen wird. Der ursprüngliche Mandant existiert defacto nicht mehr und die Schuld wurde Beglichen, nachdem diese offenkundig war. Damit sollten nach meiner Laienauffassung die Mahngebühren obsolet werden.
Hätte das Inkassobüro mit ordentlichem Titel gefochten, hätte man bei Alice/o2 davon gewusst und hätte direkt an die Verwiesen.

BTW - auf jedes Schreiben hat man wenigstens 2 Wochen Zeit zum reagieren. die 1 Woche, die dir ursprünglich eingeräumt wurde ist vor keinem Gericht rechtskräftig.
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[<@[tsN]kithiara> aber der große hasendödel ist total zerschlissen^^
<@[tsN]kithiara> hab damit immer recht großen spaß gehabt^^

no further comment needed
SC2 ID: XenoCes #648
Striddl

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« am: 06.06.2012 15:59:49 »

von o2 hab ich mittlerweile die bestätigung dass das ganze übers inkassobüro läuft.

wieauch immer, habe an das inkassobüro ja längst ein fax geschickt. bisher kam noch nichts zurück. hätte ja erwartet, dass da gleich nochmal 5 briefe zurückkommen um ordentlich druck zu machen. ich warte jetzt einfach mal ab, was da nun kommmt.

hab mich auch mal längers erkundigt jetzt, und ich denk die chancen stehen da recht gut, dass das ganze irgendwann im sand verläuft.
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inaktiv Wahnsinniger


« am: 08.08.2012 14:36:41 »

lol wie deinen bruder Wink
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Zitat von: cyrax
Über die Interpretation der Regeln wird nicht diskutiert.
Zitat von:  Verwarnt von Sturmflut
Das Wiederholen von ausgeblendeten Post ist nicht aktzeptabel.
Abgesehen davon - wenn es Deiner Meinung nach an Plex-Postings hängt, dann würde ich sagen, wer sich den Schuh anzieht...   aber ich gebe Dir grundsätzlich sogar recht.
Striddl

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« am: 09.08.2012 17:04:52 »

hab da natürlich bei der rechtsberatung der rv angerufen. bei einem streitwert von 60 euro werd ich mich aber hüten einen anwalt einzuschalten und 150€ selbstbeteiligung zahlen.

falls das inkasso büro das tatschlich vor gericht bringen will, werd ich das ohne anwalt angehen müssen. 
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Saber Rider

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Nymphe


« am: 09.08.2012 20:51:00 »

mache Rechtschutzversicherungen haben auch netelefonische Rechtsberatung die Kostenlos ist.
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ufftata

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« am: 17.10.2012 10:27:29 »

mache Rechtschutzversicherungen haben auch netelefonische Rechtsberatung die Kostenlos ist.

Soviel wie sie kostet ist sie in der Regel dann auch wert.

Bedenke:
1. Am Telefon können nie die wichtigen Details eines solchen Falls aufgedröselt werden (und nein, so trivial wie er sich zunächst anhört ist der obige Fall nicht),
2. Die Beratung gibt in diesem Fall derjenige, der im Falle eines Rechtsstreits die Kosten übernehmen müsste – nämlich die Rechtschutzversicherung selbst. Wird diese also einen Rat erteilen, der zu einem Rechtsstreit führt (selbst wenn es der richtige Rat ist)? Eher nicht.

ufftata
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Striddl

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« am: 17.10.2012 12:44:36 »

jetzt wo du hier schon postest, würd mich dann aber doch interessieren, wie du den fall hier einschätzt, ufftata.

nachdem ich zweimal widersprochen habe, hab ich von denen seither nichts mehr gehört. bin mal gespannt, ob da die nächsten monate oder jahre irgendwann mal wieder was kommt.
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