IceWars *wink* Community
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Autor Thema: Wie lösen wir die Europäische Schuldenkrise?  (Gelesen 21522 mal)
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der Jogi

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jogi


« am: 21.06.2011 21:27:13 »

Wir alle zerbrechen uns den Kopf wie das problem zu lösen ist? Wenn wir einen Schuldenschnitt machen, trifft es durch die garantien die Steuerzahler. Wenn wir weiter zahlen wird es schlimmer. Wie lösen wir also das Problem? Mein Vorschlag neue Euro drucken und nach BSP an die Euromitglieder schicken. Bis alle Schulden getilkt sind. Das führt alledings zu einer kräftigen Inflation, aber wenn trifft das?

Es trifft die besitzenden (Geld) und hilft denen die Schulden haben. Also es belohnt die die investieren.  Natürlich muss es bei einer Inflation vergleichbare Lohnerhöhungen geben....

Sorry, aber jetzt hab' ich so oft 'kriese' gesehen, da krieg' ich die Krise.
Titel angepasst.

Gray
« Letzte Änderung: 16.08.2011 14:57:10 von Gray » Gespeichert

Jules Winnfield

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Beteigeuze

219254964
« am: 21.06.2011 21:53:24 »

und wer zahlt die lohnerhöhungen um die inflation auszugleichen? keiner und deswegen wäre massenarbeitslosigkeit die folge... eine weitere folge wäre die wertsenkung des euros in der weltwirtschaft, also weniger ertragreiche aufträge im export wovon deutschland von allen europäischen ländern am härtesten betroffen wäre.
gesundsparen ist hier wohl die sinnvollste alternative, allerdings braucht man hierzu den rückhalt der bevölkerung. und wer von uns gibt schon freiwillig etwas her?

das ist ein überaus komplexes thema mit zuvielen faktoren um sich (egal wie man sich entscheidet) sicher zu sein dass es funktioniert...
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Nun, im Endeffekt, genießt das Spiel, spielt rum, habt Spaß, seid kreativ und macht einfach was aus dem vorgegebenen.
Reign
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Reign

320877196
« am: 21.06.2011 21:55:37 »

Inflation gibts auch so schon in der Krise; ich hab neulich in den Nachrichten gehört, dass ein Pfund Butter in Griechenland schon 5€ kosten soll. Life Suckz

Ich denke, man sollte kein Geld mehr reinstecken und Griechenland Pleite gehen lassen. Sicher, das wird hart; aber einen Schadensfreien Weg gibt es nicht.
Argentinien ist 2001 pleite gegangen, inzwischen (10 Jahre später) sind sie wieder auf nem halbwegs grünen Ast. Das sollte mit Griechenland dann doch auch machbar sein.

Steckt man mehr Geld rein, muss das doch auch irgendwo herkommen - so gehen am Ende nur noch mehr Länder Pleite.
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Jules Winnfield

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Beteigeuze

219254964
« am: 21.06.2011 22:02:55 »

wenn griechenland fallen gelassen wird muss es bei portugal auch so passieren - gleiches "recht" für alle. der konkurs eines oder mehrerer länder in der eurozone wäre fatal für die europäische wirtschaft und finanzkraft der zahlungskräftigen länder. aus dieser situation kommen wir in meinen augen nur als gemeinsames europa wieder hinaus. vorrausetzung dafür allerdings der bedinungslose schulterschluss von wirtschaft, politik und bevölkerung. jeder muss jetzt kompromisse eingehen können.
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uncle_h
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uncle_h


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« am: 21.06.2011 22:23:50 »

Argentinien ist ein sehr schlechtes Bild. Da sind die Ansprüche der privaten Anleger bis heute nicht geregelt. Dies würde im Falle Griechenlands bedeuten, daß die Kleinanleger und Sparer bei den Banken und Versicherern, die griechische Anleihen haben, ihr Erspartes, ihre Altersvorsorge usw. verlieren. Doof

Ich halte Stundung für ein gangbares Mittel. Griechenland setzt Zins- und Rückzahlungen aus und die Zinsen werden auf ein faires Maß reduziert. Ist ja wohl auch total krank, daß die Zinsen exponentiell steigen, je mehr ein Schuldner in Zahlungsschwierigkeiten kommt. Damit wird ja quasi jeder Kreditnehmer ab einem bestimmten Punkt in die Insolvenz gezwungen. Als Zusatzmaßnahme würde ich Ratingagenturen verbieten lassen und solche Zinssätze auch.
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inaktiv Wahnsinniger


« am: 21.06.2011 22:39:09 »

Naja im Grunde müßte das selbe passieren wie bei dem Staat der schon dreimal fast pleite war in diesem Jahrhundert. Man müßte einfach die Schulden massiv erlassen und nicht so auf die Zahlungen pochen. Aber tatsächlich geht es dann nicht mehr nur um Griechenland und die EU. Denn gleiches Recht für alle, man sollte mal einen Blick nach Afrika werfen. Da ist das hier teilweise noch Kindergarten.
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Zitat von: cyrax
Über die Interpretation der Regeln wird nicht diskutiert.
Zitat von:  Verwarnt von Sturmflut
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Abgesehen davon - wenn es Deiner Meinung nach an Plex-Postings hängt, dann würde ich sagen, wer sich den Schuh anzieht...   aber ich gebe Dir grundsätzlich sogar recht.
Gringo des Todes

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Biervampir


« am: 21.06.2011 23:18:18 »

Das eine Wirtschaftsform, die auf Wachstum ausgelegt ist (und nichts anderes bedeuten Zinsen ja) bei begrenzten Ressourcen suboptimale Ergebnisse bringt sollte niemanden ueberraschen. Fast alle Laender weltweit haben mehr Ausgaben als Einnahmen und sind gegeneinander und gegenueber Banken massiv verschuldet. Wie wir da rauskommen? Tjoa, garnich. Das ist alles systemimmanent. Und fuer nen Systemwechsel braeuchte man a) Reformwillen und b) ne sinnvolle (und zumindest einigermassen funktionierende) Alternative. Und das ganze dann supernational, da muss vermutlich ein grosser teil der welt mitmachen dass das geht. Also zur Zeit des zunehmenden Nationalismuses in den meisten westlichen Laendern (geboren aus Angst um die Zukunft und dem absehbaren Kontrollverlust sowie der sich verschlechternden wirtschftlichen Lage (fuer den Einzelnen)) ein eher unrealistisches Szenario.

Wenn es den Menschen irgendwann dann schlecht genug geht (relativ zu jetzt gesehn) dann gibts wieder Revolutionen (bei denen sich nicht viel aendert) oder (wenn sich niemand mehr an die Grausamkeiten erinnert und nur noch die Hollywoodschen Glanzkriege kennt) sie waehlen Kriege (bei denen sich nicht viel aendert).

So, jetzt wisst ihrs. Und was tun wir dagegen? Nuescht. Weil es einfach nicht geht. Nicht weil "das System" so stark ist, sondern weil Menschen einfach so sind wie sie sind.

Und wenn ich eines Tages aufwache und wir haben Weltfrieden und es gibt Freibier dann freu ich mich, das ich als alter Pessimist nicht recht hatte Smile
So, und jetzt ein kuehles Plex Saufen
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Jules Winnfield

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Beteigeuze

219254964
« am: 21.06.2011 23:34:23 »

der mensch ist auch daran schuld dass der kommunismus nicht in der realität funktioniert Wink pöhser mensch!

ratingagenturen gehören meiner meinung nach sowieso verboten - gerade weil sie einen so enormen einfluss haben sind sie sicherlich nicht frei von korruption. wenn ich mir manchmal überlege, was da im hintergrund alles läuft wird mir meist spontan schlecht...

eine lösung mit der der globale markt gerettet werden kann und alle länder in der freien marktwirtschaft vor verschuldung schützt und aktuelle schuldenprobleme bekämpft wird nicht zu erreichen sein (um das beispiel afrika aufzugreifen). selbst eine kontinentale lösung ist sehr schwer zu erreichen, da wirtschaftlich gute länder wie deutschland nicht auf ewig ihren verdienst in verschuldete länder investieren können. schließlich gilt es auch hier bei uns die bestehenden schulden zu tilgen und eine weitere verschuldung (vor allem der kommunen) zu verhindern. es existieren nunmal nur begrenzte finanzmittel Wink

eine stundung der zinszahlung wäre schonmal ein erster schritt aber auch ein falsches signal an länder die auf der kippe stehen. wenn jetzt nicht mit harten mitteln die verschuldung gestoppt wird - wieso sollten die potentiellen neu-schuldner dann den kurs ändern? griechenland, portugal und irland müssen (so hart es klingt) jetzt mitsamt der bevölkerung bluten für ihre misswirtschaft in der vergangenheit. es wird sicherlich ein harter weg, aber er muss beschritten werden.
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wa-na-ka
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« am: 21.06.2011 23:42:10 »

Gänzliches Verbot von Spekulationen. Kann doch nicht sein, dass man mit einem 'ich setze 3 Kekse auf schwarz' alles verliert wenn dann rot kommt. Spekulationen haben all den Irrsinn doch erst losgetreten. An anderer Stelle nennt sich sowas auch Glücksspiel und ist zum Teil verboten.

Abgesehen davon ist es meiner Meinung nach gefährlich, dass privatgeführte Banken mehr Macht haben als ein Staat - läuft bisschen was falsch.
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der Jogi

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jogi


« am: 21.06.2011 23:43:34 »

und wer zahlt die lohnerhöhungen um die inflation auszugleichen? keiner und deswegen wäre massenarbeitslosigkeit die folge... eine weitere folge wäre die wertsenkung des euros in der weltwirtschaft, also weniger ertragreiche aufträge im export wovon deutschland von allen europäischen ländern am härtesten betroffen wäre.
gesundsparen ist hier wohl die sinnvollste alternative, allerdings braucht man hierzu den rückhalt der bevölkerung. und wer von uns gibt schon freiwillig etwas her?

das ist ein überaus komplexes thema mit zuvielen faktoren um sich (egal wie man sich entscheidet) sicher zu sein dass es funktioniert...

Lohnerhöhung kann die industrie automatisch trangen, die kriegen ja mehr Geld (höhere Preise). Eine Wertsenkung des Euros führt zu höheren gewinnen im Export. Weil die Deutschen Produkte durch den günstigeren Euro, billiger werden...

Gesundsparen bringt garnichts weil du die Wirtschaft abwürgst.

Grieschenland hat früher auch immer neue drachmen gedruckt. Hat nur dazu geführt das Kredite teurer wurden.  Deshalb: Einmal alle schulden bezahlen und dann neuverschuldungsverbot...

Ein welthandel ohne Spekulation eght nicht. Die Nachfrage eines knappen gutes bildet automatisch eine Blase. Die sich vom Realwert der Ware absetzt.
« Letzte Änderung: 21.06.2011 23:47:18 von der Jogi » Gespeichert

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inaktiv Wahnsinniger


« am: 21.06.2011 23:52:21 »

eine stundung der zinszahlung wäre schonmal ein erster schritt aber auch ein falsches signal an länder die auf der kippe stehen. wenn jetzt nicht mit harten mitteln die verschuldung gestoppt wird - wieso sollten die potentiellen neu-schuldner dann den kurs ändern? griechenland, portugal und irland müssen (so hart es klingt) jetzt mitsamt der bevölkerung bluten für ihre misswirtschaft in der vergangenheit. es wird sicherlich ein harter weg, aber er muss beschritten werden.

Richtig so, so muß das sein, wenn wir schon dabei sind, sollte Deutschland auch endlich mal die Reparationen aus dem WK
I+II (zu Ende) zahlen. Die müssen endlich mal dafür bluten was sie gemacht haben. *Achtung dieser Beitrag kann Spuren von Erdnüssen und schwarzen Sarkasmus enthalten*
« Letzte Änderung: 21.06.2011 23:53:05 von His Inaktivitätness of Spamokailypse » Gespeichert

Zitat von: cyrax
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Reign

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« am: 22.06.2011 00:00:57 »

Argentinien ist ein sehr schlechtes Bild. Da sind die Ansprüche der privaten Anleger bis heute nicht geregelt. Dies würde im Falle Griechenlands bedeuten, daß die Kleinanleger und Sparer bei den Banken und Versicherern, die griechische Anleihen haben, ihr Erspartes, ihre Altersvorsorge usw. verlieren. Doof
Sicher, perfekt ist es nicht. Aber ähnlich, behaupte ich mal. In Griechenland sind jetzt auch schon Renten und Konten eingefroren. Schönes Beispiel, das ich aus dem bösen Fernsehen habe: Grieche, 6x Jahre, ist in Rente. Hatte sich eine gute Altersversorge angelegt und könnte nun gut leben - wurde aber alles eingefroren und er bekommt nun die gesetzliche Mindestrente. Sicherlich kein Einzelbeispiel.

Auch wichtig wäre mir eine vernünftige Berichterstattung, aber ich habe das Gefühl, dass überall was anderes berichtet wird. Ob man eher den Pressenachrichten der (deutschen) Regierung, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ARD, ZDF), den privaten Firmen (z.B. RTL, Bild, aber auch n-tv und n24) oder den "seriösen" Printmedien (Stern, Spiegel, Focus) glauben soll vermag ich z.B. auch nicht zu beurteilen. Mal zu Regierungsnah, mal zu Meinungsbildend, mal beschönigend, mal dramatisierend; objektive Berichtserstattung scheint es kaum zu geben bei diesem Thema. Beispiel: Die Vorschläge der Regierung (Schäuble) bezgl. wie Banken freiwillig verpflichtet (höhö) werden sollen, waren vorher quasi 1:1 in einem internen Papier der Deutschen Bank an das Finanzministerium zu lesen. Ein Sender hat kritisch drüber berichetet, der nächste es garnicht erst erwähnt.
Ich glaube daher auch, dass die Politiker selbst keinen "richtigen" Überblick haben; und ohne alle Probleme zu kennen, kann man sie auch nicht lösen.
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Jules Winnfield

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Beteigeuze

219254964
« am: 22.06.2011 00:13:07 »

deutschland zahlt doch fleißig repas oder zahlte... hab da letztes jahr (lang lang ists her) erst was gesehen drüber. das mit dem "andere staaten bluten lassen" kam nicht von ungefähr von mir. der 1te weltkrieg dürfte abbezahlt sein - der 2te wohl noch ein bisschen dauern. wenn ich morgen mal zeit hab und nicht per smartphone hier schreibe, versuche ich ein paar zahlen im netz zu finden zu diesem thema.

zum thema bessere export-erlöse durch gesunkenen euro: wenn der euro sinkt bleibt der wert der ware gleich. als beispiel der vergleich zum dollar. wenn eine ware 10 dollar bzw 10 euro kostet, der euro verliert die hälfte seines werte, dann kostet die gleiche ware danach immernoch 10 dollar aber 15 euro. zudem müssten mitglieder der eurozone im einkauf mehr zahlen als vorher. den euro zu schwächen durch das massenhafte drucken von geld bringt keine vorteile (außer vielleicht lustige stempel mit vielen nullen auf den scheinen wenn die inflation zu stark wird). mehr geld bedeutet in dem falle mehr geld mit weitaus weniger wert als vorher - also kann ich im endeffekt noch weniger damit anfangen.

gesundsparen funktioniert auch dann wenn die wirtschaft ihre gewinnmargen reduzieren um den preis für erzeugt waren zu senken. somit hat der bürger mehr in der tasche, was der staat durch steuererhöhungen gleich wieder einsacken kann. die hier gewonnen einnahmen in den schuldenabbau stecken und das ein paar jahre durchhalten. dann können wieder steuern leicht gesenkt werden womit das dadurch vorhandene geld wieder vermehrt in die wirtschaft fließen kann und TATA - können die unternehmen wieder ihre gewinne verbuchen und preise anpassen zu ihren gunsten.
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Striddl

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« am: 22.06.2011 00:26:51 »

@jogi:
mit deiner meinung  stehst du nicht alleine da, auch wenn du in europa und speziell in deutschland eher weniger anhänger finden wirst.
gerade in deutschland scheut man inflation wie der teufel das weihwasser. was natürlich überhaupt nicht verwunderlich ist, angesichts der tatsache, dass die deutschen zwar geradezu brillieren, wenn es darum geht hochwertige güter zu exportieren, jedoch scheinbar völlig unfähig sind, selber etwas zu konsumieren. die deutschen sind traditionsgemäß fundamentale sparfüchse. (alle, nicht nur die schwaben) aber egal, ich drifte ab.

in den usa jedenfalls wirst du genug leute finden, die dir da zustimmen. prominentestes beispiel ist wohl paul krugman. kannst dich ja mal durch seine kolumne wühlen. ist recht interessant was er dort so schreibt, auch wenn ich ihm nicht selten widersprechen würde. aber gut, was bedeutet meine meinung schon im vergleich zu der eines nobelpreisträgers.  Life Suckz

im übrigen bräuchte man dazu auch nicht unbedingt gleich geld drucken (als ob das heute überhaupt noch gedruckt würde^^). es würde schon reichen, wenn die ezb an ihren steuerschräubchen drehen würde. und das hat sie ja auch getan. der leitzins ist schon seit monaten im keller, und die ezb hat exzessiv griechische staatsanleihen aufgekauft.


@jules:
und wer zahlt die lohnerhöhungen um die inflation auszugleichen? keiner und deswegen wäre massenarbeitslosigkeit die folge...

ähm, bitte nicht persönlich nehmen, aber wo hast du denn eigentlich dein tütchen wirtschaftswissen eingekauft? in deinem post ist ja ungelogen alles falsch, was falsch sein kann.

z.B. thema inflation und arbeitslosigkeit:
genau das gegenteil ist der fall. inflation und arbeitslosigkeit korrelieren negativ miteinander. eine hohe inflation bringt erfahrungsgemäß (empirisch nachgewiesen) sinkende arbeitslosenzahlen mit sich. oder anders formuliert: vollbeschäftigung und preisniveaustabilität lassen sich nicht vereinen.
ohne jetzt zu weit abschweifen zu wollen lässt sich das ganze recht einfach dadurch erklären, dass eine erhöhte geldmenge die investitionen, und somit eben auch die beschäftigung erhöht. und das ist auch keine neumodische theorie, sondern ist eigentlich schon seit keynes bekannt.

Zitat
eine weitere folge wäre die wertsenkung des euros in der weltwirtschaft, also weniger ertragreiche aufträge im export wovon deutschland von allen europäischen ländern am härtesten betroffen wäre.

nächster fehler: ein schwacher euro ist dem export mitnichten abträglich. ganz im gegenteil (schon wieder). je schwächer die eigene landeswährung im vergleich zu anderen währungen, desto billiger wird es für die menschen in den entsprechenden ländern waren aus dem eigenen land zu kaufen. eigentlich selbsterklärend. wenn der euro anstatt einem dollar irgendwann nur noch einen halben dollar wert wäre, würde der geneigte ami für seinen dollar plötzlich die doppelte menge an deutschen gütern bekommen.

dumm nur, dass der euro einfach nicht weich werden will. ich kann es mir beim besten willen nicht erklären, was da los ist. halb europa steht am abgrund, und griechenland ist bereits einen schritt weiter. die europäische schuldenblase wächst und wächst, aber der euro ist stark wie nie. um nicht zu sagen völlig überbewertet. derzeit steht er bei 1,44 dollar. das ist einfach nur noch hahnebüchen. kann ich mir eigentlich nur damit erklären, dass es in der usa noch beschissener aussieht.

Zitat
gesundsparen ist hier wohl die sinnvollste alternative, allerdings braucht man hierzu den rückhalt der bevölkerung. und wer von uns gibt schon freiwillig etwas her?
ob gesundsparen die bessere lösung ist, darüber lässt sich herzlich streiten. mit etwas zynismus könnte man fast meinen, dieses thema ist derzeit die treibende kraft, die den atlantik spreizt. sozusagen der mittelatlantische rücken internationaler politik^^
(heißt allerdings nicht dass ich dir da grundsätzlich widersprechen würde. völlig zustimmen jedoch auch nicht)

solange die regierung allerdings von steuersenkungen redet, kann von sparen ja nicht gerade die rede sein.

Zitat
das ist ein überaus komplexes thema mit zuvielen faktoren um sich (egal wie man sich entscheidet) sicher zu sein dass es funktioniert...

ja, offensichtlich. aber nichts scheint zu komplex für das icewars forum zu sein...


edit: schon wieder 6 neue beiträge in der zwischenzeit. ihr seid doch bescheuert :P


eine stundung der zinszahlung wäre schonmal ein erster schritt aber auch ein falsches signal an länder die auf der kippe stehen. wenn jetzt nicht mit harten mitteln die verschuldung gestoppt wird - wieso sollten die potentiellen neu-schuldner dann den kurs ändern? griechenland, portugal und irland müssen (so hart es klingt) jetzt mitsamt der bevölkerung bluten für ihre misswirtschaft in der vergangenheit. es wird sicherlich ein harter weg, aber er muss beschritten werden.

Richtig so, so muß das sein, wenn wir schon dabei sind, sollte Deutschland auch endlich mal die Reparationen aus dem WK
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dieser beitrag enthält eher grütze die du heute bei spiegel online gelesen hast. (sry für den ausdruck) also ich finde das obligatorischen spon-bashing allgemein ziemlich nervig, und gehört mMn soeiso eher in die "früher war alles besser"-ecke. aber der artikel respektive das interview zu dem thema heute morgen war tatsächlich mist. nicht alles was dort steht sollte man gedankenlos nachplappern


und weils so schön war, und der beitrag noch nicht lang genug ist, nochmal ein paar allgemeine anmerkungen:

wenn man die staatsverschuldung in den griff bekommen will, dann ist sparen ein viel viel ungeeigneteres mittel als mehr geld für die wirtschaft bereit zu stellen. denn die höhere inflation entwertet nämlich nicht nur das geld, sondern vor allem die schulden. nebenbei hat das auch den tollen nebeneffekt, dass die deutschen endlich mit ihrer elendigen sparerei aufhören. (@jules: deine position zu dem thema ist wirklich falsch. lies dir mal ein buch zum keynesianismus durch.)

angesichts der diskussion zum thema staatsschulden sollte man sich jedoch mal ernsthaft fragen, ob es überhaupt erstrebenswert ist, die staatsschulden komplett abzubauen.


@wanaka:
und zum thema spekulationen sei angemerkt, dass es leider nicht so ganz einfach ist, das ganze schlichtweg zu verbieten. die werkzeuge die zum spekulieren benutzt werden sind nicht zwangsläufig schlecht. es müssen nichtmal die intentionen der spekulanten schlecht sein. gerade startup firmen profitieren z.b. durch spekulationen.
jedoch gibt es durchaus einige sachen, wo ich dir zustimmen würde. leerverkäufe, speziell ungedeckte, sind sicher eines der dinge, die volkswirtschaftlich wenig sinn haben.
« Letzte Änderung: 22.06.2011 00:51:06 von Striddl » Gespeichert

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inaktiv Wahnsinniger


« am: 22.06.2011 00:56:44 »

Leider les ich nicht Spon, wie Sie es sagen, noch bin ich gerade in der Lage ihnen (nicht) zu wiedersprechen. Leider kann ich aber auch nicht meine Finger still halten.

Dennoch stimme ich Ihnen zu, das sparen in Not der Staates eher nicht förderlich ist, aber umgekehrt, muß der Staat auch gewisse Impulse liefern, damit nicht nur gespart wird. Und nehmen wir Deutschland als Beispiel, so ist es doch nicht verwunderlich, dass man das gute Geld irgendwo hinterlegt, nur nicht auf der Bank. Morgen mehr wenn die juten Pillen nicht mehr so wirken. Very Happy

Aber edith wenn wir dabei sind: nehm ich gerne mal den Link auf das Interview und den Artikel.
« Letzte Änderung: 22.06.2011 01:04:17 von His Inaktivitätness of Spamokailypse » Gespeichert

Zitat von: cyrax
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« am: 22.06.2011 01:23:43 »

ich werde gesiezt? im icewars forum?^^ was is denn nu los?
naja, wie auch immer. wenn das nicht auf dem spon interview beruht, dann muss ich mich für meine aussage wohl entschuldigen.

finde es trotzdem unangebracht, in dieser diskussion die 'weltkriegs'-keule auszupacken. nicht, dass mich das überrascht; wenns um innereuropäische politik geht, wird deutschland ja regelmäßig mit irgendwelchen vorwürfen bzgl der weltkriege beworfen. aber wie jedes mal, ist das halt auch diesmal wieder völlig unangebracht.
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inaktiv Wahnsinniger


« am: 22.06.2011 01:42:05 »

Naja das halt Deutschland den zwoten WK nicht abbezahlt hat, ebenso wie es keine Verfassung gab, als ehemals Ost-West vereinigt wurden(und deren sagen wir "Ex"Schulden, die nur nomiell abgezahlt werden), dacht ich ist Konsens. Anscheinend nicht, aber mag an meiner kommunistischen Ausbildung liegen. Ich werd mir das mal genau durchlesen, aber für heute bin dann erstmal weg vom Fenster Wink
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Zitat von: cyrax
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« am: 22.06.2011 02:35:08 »

Wohl am effektivsten mit einer Abkehr von der sogenannten freien Marktwirtschaft und vom zinsbasierten Währungssystem. Aber das geht dann schon übers Thema hinaus. Die Krise ist solange keine, wie die staatlichen Führer die Schulden nicht am eigenen Geldbeutel spüren.
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« am: 22.06.2011 02:37:57 »

@kai:
Ich würde die Tatsache(!), dass wir keine Verfassung haben, nicht mit der Schuldentilgung bezgl. zweitem WK vergleichen.
->Verfassung: Steht fest, dass wir die nicht haben, siehe GG Art. 146.
(Klicken zum Darstellen und Verstecken)
->Schuld WW2: Ich formuliers mal provokant: Warum müssen "wir" (heutiges Deutschland, seien es die "Migranten" oder die aktuelle Generation "Deutscher") bezahlen für etwas, dass vor über 70 Jahren von einem Österreicher und einigen Idioten verursacht wurde? Kann man drüber streiten, würde ich nicht als Tatsache bezeichnen.

Wie gesagt, in meinen Augen zwei unvergleichbare Dinge, die zudem nicht in dieses Thema gehören.

b2t, plz? Smile
« Letzte Änderung: 22.06.2011 02:38:31 von Reign » Gespeichert

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Jules Winnfield

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219254964
« am: 22.06.2011 08:15:05 »

ähm, bitte nicht persönlich nehmen, aber wo hast du denn eigentlich dein tütchen wirtschaftswissen eingekauft? in deinem post ist ja ungelogen alles falsch, was falsch sein kann.

juhu! 5 jahre kaufmännischer zweig und 3 jahre berufsschule sind vollkommen spurlos und ohne wirkung an mir vorüber gegangen Wink
das nehme ich als kompliment auf - danke striddl :P
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