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Autor Thema: Philosophische Fragen  (Gelesen 4578 mal)
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Reign
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Reign

320877196
« am: 10.03.2011 15:02:49 »

Zitat von: Kategoriebeschreibung
Politisches
Politik, Gesellschaft und Philosophisches aus und um die wirkliche Welt
Ja?
Da das Hauptthema/Titel "Hoffnung und Glaube" ist, passt es sehr wohl in die wirkliche Welt.

---

Ich bin mir ziemlich sicher, dass schon mehr als genug Leute versucht haben, "Einzug in die Welt der Toten" erlangt zu haben. Wobei die meisten es wohl nicht durch Selbstmord, sondern durch Tötung/Mord versucht haben; Selbstmord steht in vielen Religionen unter "Strafe". Ausgenommen seien hier mal die Verzweifelten, die im Jenseits ein besseres Diesseits (Paradies?) erwarten. Dass wir immernoch keine Antworten haben spricht für sich selbst. *find*
« Letzte Änderung: 10.03.2011 15:03:38 von Reign » Gespeichert

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Sumpfhuhn

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Beiträge: 1.632


« am: 10.03.2011 18:13:55 »

[SPAM OFF]
kann mal wer die ganzen normativen Begriffe definieren? Aktuell scheinen viele Leute Begriffe mit vollkommen unterschiedlichen Inhalten zu füllen. Was bei normativen Begriffen wie "Hoffnung" oder "Glaube" natürlich vollkommen verständlich ist. Nur wie will man drüber reden, wenn jeder über was anderes redet?
[SPAM ON]

Ich gebe Hoffnung 7 von 10 und Glaube 10 von 10 Punkten als RL-Spieler hinter Huhn. Vielleicht ändert sich das ja, wenn ich weiß, was im Rahmen dieses Threads "Hoffnung" und "Glaube" eigentlich bedeuten sollen.
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Rakorium Muntagonus

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Beiträge: 167


« am: 10.03.2011 20:14:36 »

Ich hab den Titel mal geändert. Mit Hoffnung und Glaube wollte ich nur das zusammenfassen, was ich in den Fragen im ersten Post länger ausgeführt hab. Gerade weil Glaube die meisten scheinbar direkt mit Religion verbinden, ist z.T. nur auf den Titel wirklich reagiert worden.

Trotzdem reden wir hier noch nicht aneinander vorbei. Wenn du(Sumpfhuhn) wissen willst, was Hoffnung und Glaube allgemein bedeuten, schlag's bei Wikipedia nach, da hast nen ersten Eindruck. Im Rahmen dieses Threads ist die Bedeutung eher unklar, sonst hätten sich mir die Fragen eventuell gar nicht gestellt.


Detaillierter zum Inhalt:
Die Passivität und Erwartungshaltung von Hoffnung ist noch ein interessanter Aspekt, der dabei hilft die negativen Seiten von (der Wirkung von) Hoffnung zu entdecken. Mit Hoffnung als einer Unterart der Resignation kann ich mich nicht so anfreunden. Z.B. benötigt Hoffnung keinen direkten Grund, Resignation dagegen schon, da sie einen Erfahrungswert hinzuzieht um sich dann pessimistisch(oder so ähnlich) daran zu orientieren, Hoffnung ist da abstrakter denk ich.

Daß wer nicht hofft, automatisch das Scheitern erwartet, kann ich nicht nachvollziehen. Ich kann auch ohne positive Erwartungshaltung an etwas herangehen. Bspw. Arbeiten, die unvermeidbar sind. Gerade wo hier so viele sind, denen der Tod noch ziemlich unwichtig scheint, würde ich doch auch die vermuten, die relativ emotionslos an einige Dinge/Tätigkeiten herangehen.

Zum Punkt Hoffnung und rationales Denken: Zu dem Zeitpunkt wo das rationale Denken in die Hoffnung springt, wird es ja irrational, wenn, wie du(Gray) schon schreibst, die rationalen Begründungen keinen Sinn o. ä. ergeben. Also, gibt es rationale Hoffnung(Hoffnung die auf logischen Schlüssen basiert z.B.)?

Zum Leben nach dem Tod gibts grad nen recht interessanten Film im Kino von Clint Eastwood: "Hereafter", allerdings nichts für Action- und Horrorfilmfans. Hatte das Glück in der Sneak die OF davon zu sehen. Auch ohne Selbstversuche a la Selbstmord gibt es genug Leute die meinen Nahtoderfahrungen gehabt zu haben, als sie im Koma lagen, einen Unfall o.ä. Das braucht schon eine leicht esoterische Einstellung um daran zu glauben, allerdings sind die Wissenschaften in dem Bereich auch letztlich am Raten, verlassen also den rein rationalen Forschungsprozeß. Solche Erfahrungen sind wohl oft religiös geprägt (vielleicht von Wunschvorstellungen), aber auf keinen Fall ausschließlich.
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Reign
Spender
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Beiträge: 1.802


Reign

320877196
« am: 10.03.2011 20:58:12 »

Zitat
Auch ohne Selbstversuche a la Selbstmord gibt es genug Leute die meinen Nahtoderfahrungen gehabt zu haben, als sie im Koma lagen, einen Unfall o.ä
Ich finde, hier muss man trennen. Sicher denken viele, von Nahtoderfahrungen auf das Leben nach dem Tod schließen zu können; meiner Meinung nach sind das aber zwei verschiedene Dinge. Wenn man eine Nahtoderfahrung hat, macht das Gehirn/Bewusstsein/der Körper etwas durch, dass man nicht aus dem Alltag kennt; dies ist möglicherweise auch wissenschaftlich reproduzierbar. Da der Körper im Tod aber quasi nichts mehr macht, ist es (meiner Meinung nach) fast ausgeschlossen, dass dann das gleiche (oder zumindest etwas ähnliches) wie beim "Nahtodzustand" passiert.
Solange man das aber nicht vollkommen klar erklären, beweisen und (gefahrlos) reproduzieren kann, werden immer wieder Menschen glauben/hoffen, dass sie einen Blick auf das Leben nach dem Tod erhascht haben. Nahtoderfahrungen sind meist positiv behaftet (Licht am Ende des Tunnels etc.); daher finde ich es durchaus verständlich, wenn sich daraus der Glaube / die Hoffnung bildet, der Nach-Tod wird ebenso positiv sein.
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hauffe

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Beiträge: 1.680


Michael Collins


« am: 10.03.2011 22:21:22 »

Zitat
Also, gibt es rationale Hoffnung(Hoffnung die auf logischen Schlüssen basiert z.B.)?
ich würde sagen ja, da die welt (jedenfalls aus unsere beschränkten sicht) nicht deterministisch ist
man kann rational herleiten, das etwas möglich ist, eventuel auch wie wahrscheinlich etwas ist.
dann kann man die Hoffnung haben, das ein bestimmtes ereignis eintrifft, welches für einen selbst positiv ist, im gegensatz zu einem negativeren ereignis.
wenn man ne münze wirft um eine entscheidung zwischen zwei menschen zu fällen, hofft man, dass sie auf eine bestimmte site fällt, weil man weiß, das dieses möglich ist, aber nicht unbedingt eintrifft
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KudraM

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Beiträge: 115

LadyKudram


« am: 11.03.2011 12:57:05 »

Wie es ausschaut gibt es schon sehr verschiedene Ansichten was in dem Begriff Hoffnung steckt. Ich trage mal auch noch was dazu bei, damit es noch vielfältiger wird. Very Happy

Nehmen wir mal irgendein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel:
Jemand fällt in einen ausgetrockneten Brunnen. Die Wände des Brunnens kann man nicht hochklettern.
Also hat diese Person allen Grund Todesangst zu haben. Panik. Adrenalin. Was in einer anderen Situation nützen würde, um wegzulaufen oder anzugreifen bringt hier überhaupt nichts. Allerhöchstens das er in Panik doch versucht die Wände hoch zu kommen und sich dabei nur schadet.
In dieser Situation ist die Hoffnung das, was dem Mensch hilft sich zu beruhigen. Anstatt seine Energien zu verschwenden kann er sich selbst beruhigen, denn das sinnvollste jetzt ist es die Energie die er noch hat zu sparen. Aber er darf auch nicht aufhören aufzupassen, ob jemand draußen vorbei läuft. Er muß weiterhoffen, weil er sonst vielleicht seine einzige Chance, sei sie noch so klein, verpasst.

Und wenn man es so betrachtet, kommt man auch darauf wieso das fast das selbe wie glauben ist. Denn sagen wir er hofft und hofft, was anderes kann er nicht machen, tagelang. Es ist das einzige was er tun kann um seine Chance zu erhöhen aus der Todesfalle herauszukommen. Und nach Tagen regnet es auf einmal und er wird hochgetrieben und kommt so wieder da raus. Ich glaube sehr viele würden nach so einem Erlebnis anfangen an etwas zu glauben, an was göttliches oder so. Weil für diesen Mensch aus seiner Sicht etwas göttliches, die kleine Chance an der sein ganzes Leben hing, geschehen ist. Zu dem Schluß das die Hoffnung der Auslöser war für das "göttliche" Ereignis ist es dann nicht so weit.

Und die Leute die vergebens gehofft haben, können nicht mehr davon erzählen.


Allerdings kann es natürlich immer sein, das ein Verhalten, das in einer Situation hilfreich ist, in einer anderen dann nicht mehr so gut funktioniert.


So, das war jetzt mein Senf dazu. ^^
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thesurfer

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Gorm


« am: 12.03.2011 02:01:14 »

Also ich glaube und hoffe, dass ihr, mit Allem was ihr geschrieben habt voellig daneben liegt. Des Weiteren hoffe ich, dass dieser Post nicht von den Admins ausgeblendet wird.

Glaube und Hoffnung liegt doch immer noch dicht beisammmen.


MfG
der ewige Skeptiker The Surfer
« Letzte Änderung: 12.03.2011 02:05:39 von thesurfer » Gespeichert



"Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral" (Bertolt Brecht)
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Rakorium Muntagonus

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Beiträge: 167


« am: 12.03.2011 02:40:50 »

Naja, Glaube und Hoffnung sind nicht ohne Grund zwei Wörter. Auch wenn das Christentum die zusammen mit Liebe in den Tugendtopf packt, ist's doch offensichtlich, daß es da genug Unterschiede gibt.

Ich stell jetzt fest, daß ich für mich zwei Arten von Hoffnung unterscheiden kann, mit der Vorraussetzung, daß alle Hoffnung zukunftgerichtet ist. Die Hoffnung die mit den Sinnen Erfahrbares umfasst, als Grundlage nimmt und/oder erwartet und die andere Hoffnung, die auf Dinge gerichtet ist, die (noch) unmöglich sind oder sich wie hier in eine Zukunft richtet, in der der Hoffende nicht mehr existiert.

Mit der ersten Art kann ich mich anfreunden, solang sie nicht meine Aktivität behindert. Daran zweifel ich ein wenig. Religiös würd ich sie aber nicht nennen, selbst wenn die Wirkung wunderähnlich und wie erhofft eintritt. Vielleicht ist diese Art von Hoffnung aber auch eher als optimistisches Denken bekannt. Der Übergang ist wohl fließend. Dieser Art kann ich dann auch zugestehen rational zu sein.
Die zweite Art ist eben die, die im praktischen Leben nicht weiterhilft, allem Wunschdenken zum Trotz, seh ich da eher, daß diese Art nur die Angst vorm Tod und andere Ängste schürt, die den Religionen in die Hände spielen.

So gesehen liegt es vielleicht nah zu sagen, daß alles Denken über den Tod hinaus hoffnungsloser Perfektionismus ist. Hoffnungslose Hoffnung also, das Paradox der Pessimisten.
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Striddl

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Beiträge: 1.608



« am: 13.03.2011 23:07:05 »

es liegt womöglich schlichtweg daran, dass ich vielleicht absolut keinen draht zur philosophie habe, aber ich versteh deine intention hinter diesem thread noch nicht so ganz, dreadlock.
ich hab vor einigen jahren bereits ein paar solcher threads hier im forum gelesen, deshalb muss ich jetzt doch mal um erleuchtung bitten.

also um das nochmal zu rekapitulieren:
du stellst hier zwei wörter in den raum, mit der aufforderung über deren bedeutung zu philosphieren. du willst dabei aber gerade nicht auf die (wie ich zumindest glaubte) durch den sprachgebrauch fest definierte bedeutung kommen? - ja warum eigentlich nicht? gefällt sie dir nicht? ^^
und für den fall, dass ich das eben tatsächlich richtig verstanden habe: was würdest du denn stattdessen als ergebnis gerne sehen?
und vor allem: wenn jeder sich seinen wortschatz selber zusammendefiniert, wie läuft das dann mit der kommunikation?  Very Happy

ist diese vorgehensweise eigentlich ein gängiger ansatz unter philosophen?
wie gesagt, ich hab mit philosophie nicht gerade viel am hut, aber das interessiert mich jetzt doch schon irgendwie.
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Zitat
“That's the beauty of argument. If you argue correctly, you're never wrong.” - Nick Naylor
Rakorium Muntagonus

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« am: 15.03.2011 09:07:45 »

Naja, einen gewissen Draht zum Philosophieren brauchst du wohl, ohne diesen kann ichs verstehen, daß dich das alles hier nicht interessiert.

Meine Intention war nicht zwei Wörter in den Raum zu stellen und über deren Bedeutung zu spekulieren. Ich hab Fragen ausformuliert und wollte wissen wie die unterschiedlichen Menschen hier darauf antworten, da ich mit meinen Antworten nicht zufrieden war. Ich hatte kein Ergebnis erwartet, aber eine Art Bewusstseinserweiterung und die hab ich bekommen, auch wenn da immer noch mehr ginge.

Und auch für einzelne Wörter gibt es keine durch den Sprachgebrauch fest definierte Bedeutung. Manchmal kaum merklich, aber Sprache wandelt sich ständig. Frag mal nen Kommunikationswissenschaftler. Der wird dir direkt sagen, daß kaum mal das beim Gegenüber ankommt, was du tatsächlich gemeint hast, als bestes Beispiel: Ironie und Sarkasmus im Internet Wink
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