IceWars *wink* Community
25.02.2018 01:09:03 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
News:
 
 
   Übersicht   Hilfe Suche Profil Kalender Login Registrieren  
Seiten: [1] 2   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Philosophische Fragen  (Gelesen 4302 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Rakorium Muntagonus

Offline Offline

Beiträge: 167


« am: 09.03.2011 15:28:38 »

Ich stell hier grade verrückte Thesen für die Uni auf. Dabei warfen sich mir jetzt Fragen auf, die ich mal an die gesammelt Unbeteiligten stellen mag:


Hoffnung ist ja im Umgangssprachlichen ziemlich positiv belegt. Wie haltet ihr es mit diesem Wort? Ist es das, was euch am Leben hält, vielleicht die Hoffnung auf eine bessere Zukunft? Oder ist es eher etwas Selbstzerstörerisches, Illusion/Utopie, weil Hoffnung daran hindert in der Gegenwart anzupacken? Kann Hoffnung und rationales Denken zusammen funktionieren?

Zusammenhängend damit: Glaubt ihr an ein Leben nach dem Tode a la Buddhismus oder Christentum? Glaubt ihr stattdessen an gar nichts, also daß nach dem Tod nichts ist und von euch nur der Körper bleibt, der zu Erde verwest? Oder glaubt ihr z.B. a la Platon an Urbilder, die in der Realität nur per Kopien zu erahnen sind und nach deren Vorbild ihr bei der Geburt geformt wurde und zu denen ihr mit dem Tod wieder zurückkehrt?
« Letzte Änderung: 10.03.2011 19:35:37 von Dreadlock » Gespeichert
PinkPrincess

Offline Offline

Beiträge: 197


Wurstmensch


« am: 09.03.2011 15:50:36 »

Glaube, Liebe, Hoffnung sind die drei Grundlehren des Christentums, oder auch Tugenden genannt.

Die meisten Menschen brauchen etwas woran sie glauben können oder worauf sie hoffen können, um ihr Leben einigermaßen auf die Reihe zu kriegen. Für mich ist das eher esoterischer SchnickSchnack, da für mich Glaube sehr nah an Naivität grenzt und Hoffnung im Grunde nur die Ablenkung im Bewusstsein vom negativen Ausgang einer bestimmten Situation o.ä. ist. Demnach können auch nur Optimisten im Gegensatz zum Pessimisten hoffen, was wiederum auf dem bisherigen persönlichen Lebensweg und seinen Umweltfaktoren beruht. Wenn man Hoffnung darauf bezieht, dass die Welt irgendwann mal gerechter und liebenswerter wird, dann ist das eher eine Illusion. Menschen sind auch nur Tiere und wie wir wissen gilt das "Fressen oder Gefressen werden"-Prinzip in der Tierwelt. Unsere sozialen Zügen beruhen Größtenteils auf Überlebensstrategien von vor Urzeiten.

Religion ist totaler Humbug. Es gibt zich Religionen, die behaupten "genau so ist es", aber weil die meisten von ihnen ja auch soziale Werte predigen, müssen sie die anderen Religionen auch akzeptieren bzw. tolerieren, was wieder bedeutet, dass sie sich im Grunde widersprechen.

Was genau studierst du eigentlich?
Gespeichert

Geh' mir nich' auf'n Sack oder ich box' dich!
Reign
Spender
*
Offline Offline

Beiträge: 1.802


Reign

320877196
« am: 09.03.2011 16:20:53 »

Glaube und Hoffnung sind meiner Ansicht nach gute, menschliche Erfindungen, die nutzen soll, wer sie braucht. Sie helfen Leuten durch schwere Zeiten, das werden wohl die wenigsten anfechten. Es gibt aber durchaus auch Leute, die ohne so etwas klarkommen, daher halte ich Missionarsversuche, (starke) Glaubenswerbung und derlei für daneben.

Ich selbst komme ohne aktiven Glauben klar. Ich lebe vor mich hin, in der Erwartung, dass eh alles sinnlos ist. Der Mensch versucht das Beste aus seiner Lebzeit zu machen, und was danach kommt ist ihm ziemlich egal. Allerdings habe ich ohnehin eine tendenziell "wissenschaftliche" Sicht auf alles; wenn mir jemand einen schlüssigen, sinnvollen Gottesbeweis liefert, werde ich vermutlich auch gläubig(er).
Gespeichert

(Klicken zum Darstellen und Verstecken)
Rakorium Muntagonus

Offline Offline

Beiträge: 167


« am: 09.03.2011 17:34:42 »

zu PP:

Philosophie.
Unfreiwillig komisch, daß ich damit gleich 2 der 3 Tugenden benannt hab, wo ich dachte, ich beschäftige mich gerade weniger mit dem Christentum. Interessanter Hinweis auf jeden Fall. Also Glaube, Hoffnung(und Liebe) als Lebensbewältigungstrategien, oder als positive Sicht auf die Zukunft. Darwin und die Wissenschaft sind auch etwas woran man glauben kann, so gesehen glaubst du auch.


zu Reign:

Also der Lebensgrundsatz "nach mir die Sintflut", um mal mit nem geflügelten Wort zu kommen. Mit "wissenschaftlich" meinst du rational? Der Glaube daran, daß alles sinnlos, wirkt mir ziemlich nihilistisch.


Ich bin aber generell weniger daran interessiert, wie ihr allgemein Glaube und Hoffnung interpretiert, mehr daran, wie ihr die Fragen, die sich mir aufgeworfen haben, für euch interpretiert. Also die Ambivalenz von Hoffnung und woran ihr im Zusammenhang mit eurem Tod glaubt (unabhängig von religiösen Vorstellungen, außer ihr glaubt an eine davon).
Gespeichert
Baron Samedi

Offline Offline

Beiträge: 1.502


WWW
« am: 09.03.2011 17:50:01 »

Der Glaube daran, daß alles sinnlos, wirkt mir ziemlich nihilistisch.

Ein Liter Bier wirkt auf mich auch manchmal wie ein Liter Bier. Interessant, oder?

Zum eigentlichen Thema habe ich als Agnostiker wenig zu sagen. Ich toleriere eure Götter, Vorstellungen, Ideale und eure kleinen Guttenberg-Altare, so lang ihr mir damit nicht auf die Nerven geht. Ich könnte hier jetzt ausufern und darlegen, warum Menschen soetwas wie Religionen erfinden, aber das wurde auch schon angedeutet. Was war da noch... ahja... Hoffnung. Hoffnungen sind projezierte Wünsche. Ambivalent inwiefern? Den Zusammenhang mit "Leben nach dem Tod" verstehe ich jetzt nicht. Meinst du, ob man auf eine Leben nach dem Tod hofft?
Gespeichert
Reign
Spender
*
Offline Offline

Beiträge: 1.802


Reign

320877196
« am: 09.03.2011 18:38:05 »

Also der Lebensgrundsatz "nach mir die Sintflut", um mal mit nem geflügelten Wort zu kommen. Mit "wissenschaftlich" meinst du rational? Der Glaube daran, daß alles sinnlos, wirkt mir ziemlich nihilistisch.
Joa, rational und nihilistisch beschreibt mich recht gut. Mir wollten nur die Worte nicht einfallen ^^"
Wobei ich nicht sage "nach mir die Sintflut". Ich achte durchaus auf meine Mitmenschen und meine Taten, da ich anderen das Leben nicht unnötig schwer machen will.

Ich glaube/hoffe/denke/vermute, wenn ich sterbe, werden eine handvoll Menschen um mich trauern. Ich werde der Wirtschaft durch meine Beerdigung (ist wohl relativ teuer) einen letzten Gefallen tun, und anschließend verwesen bzw. chemisch in meine Bestandteile zersetzt und von der Natur weitergenutzt.
Ob meine Seele, Lebensenergie oder wie auch immer man das nennen mag, weiterziehen wird, kann man wohl nicht mit Sicherheit sagen. Ich fände es aber logisch (wenn man das so sagen kann...), dass mein Bewusstsein einfach erlöschen wird. Das Gehirn ist schließlich ein extrem komplexer Computer, und das Bewusstsein eine Art OS.
Gespeichert

(Klicken zum Darstellen und Verstecken)
Pantoffelheld

Offline Offline

Beiträge: 2.923


Panti


« am: 09.03.2011 19:02:57 »

Der Glaube daran, daß alles sinnlos, wirkt mir ziemlich nihilistisch.

Ein Liter Bier wirkt auf mich auch manchmal wie ein Liter Bier. Interessant, oder?

Zum eigentlichen Thema habe ich als Agnostiker wenig zu sagen. Ich toleriere eure Götter, Vorstellungen, Ideale und eure kleinen Guttenberg-Altare, so lang ihr mir damit nicht auf die Nerven geht. Ich könnte hier jetzt ausufern und darlegen, warum Menschen soetwas wie Religionen erfinden, aber das wurde auch schon angedeutet. Was war da noch... ahja... Hoffnung. Hoffnungen sind projezierte Wünsche. Ambivalent inwiefern? Den Zusammenhang mit "Leben nach dem Tod" verstehe ich jetzt nicht. Meinst du, ob man auf eine Leben nach dem Tod hofft?

 Good Posting
Sehe ich ganz genauso. Hoffnung... kommt auf die Situation drauf an und ist sicherlich nicht grundsätzlich etwas schlechtes - kommt aber auch auf die Lebenseinstellung an. Was ich nicht ganz verstehe ist warum Hoffnung "ziemlich positiv" belegt sein soll - Hoffnung ist immer positiv, der "gute" Ausgang einer Problematik aus der persönlichen Sicht. In welchem Zusammenhang würde denn jemand von hoffen sprechen und dabei etwas negatives meinen (jaja, keine Ironie/Sarkasmus/Zynismus).
Gespeichert

Reign
Spender
*
Offline Offline

Beiträge: 1.802


Reign

320877196
« am: 09.03.2011 19:12:08 »

In welchem Zusammenhang würde denn jemand von hoffen sprechen und dabei etwas negatives meinen (jaja, keine Ironie/Sarkasmus/Zynismus).
Für sich mag man nichts negatives hoffen, aber sicher gibts auch Situationen, wo man jemand anderem z.B. die Pest an den Hals wünscht, oder hofft, dass eine Person z.B. bei einem Unterfangen keinen Erfolg hat.
Gespeichert

(Klicken zum Darstellen und Verstecken)
PinkPrincess

Offline Offline

Beiträge: 197


Wurstmensch


« am: 09.03.2011 20:09:41 »

Ich glaube daran, dass Borussia Dortmund Deutscher Meister wird und hoffe, dass Schalke 04 absteigt.

Mit dem Tod sehe ich das wie Reign. Kiste zu, Erde drauf, aus die Maus.
Gespeichert

Geh' mir nich' auf'n Sack oder ich box' dich!
Baron Samedi

Offline Offline

Beiträge: 1.502


WWW
« am: 09.03.2011 20:11:35 »

Ich glaube daran, dass Borussia Dortmund Deutscher Meister wird und hoffe, dass Schalke 04 absteigt.

Allahu Akbar! *BVB-Fahne wedel*
Gespeichert
Rakorium Muntagonus

Offline Offline

Beiträge: 167


« am: 09.03.2011 21:55:21 »

Zitat von: Baron Samedi
Meinst du, ob man auf eine Leben nach dem Tod hofft?

Genau das.

Zitat von: Pantoffelheld
Was ich nicht ganz verstehe ist warum Hoffnung "ziemlich positiv" belegt sein soll - Hoffnung ist immer positiv, der "gute" Ausgang einer Problematik aus der persönlichen Sicht. In welchem Zusammenhang würde denn jemand von hoffen sprechen und dabei etwas negatives meinen (jaja, keine Ironie/Sarkasmus/Zynismus).

Gerade mal drüber diskutiert. Was die Hoffnung ausdrückt kann sowohl positiv als auch negativ sein, wie das Beispiel BVB und S04 zeigt. Die Wirkung für den, der die Hoffnung ausspricht, kann man dagegen immer als positiv sehen (so wie das Wort Hoffnung allgemein gebraucht wird jedenfalls). Selbst wenn man hofft zu sterben, erwartet man damit ja, daß ein schlechterer Zustand, als der, den man sich vom Tod erwartet, beendet wird.
Gespeichert
Pantoffelheld

Offline Offline

Beiträge: 2.923


Panti


« am: 10.03.2011 00:03:49 »

Nö. Die Hoffnung ist für denjenigen immer etwas positives, die "objektive" Betrachtung dieses Wunsches ist was anderes.

Ich kann jemandem die Pest an den Hals wünschen oder noch viel schlimmere Dinge, für mich ist es etwas positives. Für andere mag das nicht zutreffen. Andersrum fällt mir aber kein Fall ein, bei dem der Hoffenende damit etwas negatives verbindet...
Gespeichert

lol

Offline Offline

Beiträge: 2.914



« am: 10.03.2011 00:21:09 »

imo hat das nomen "hoffnung" nicht ganz die gleiche bedeutung wie das verb "hoffen". würde diese begriffe also nicht vermischen.

eine "hoffnung" setzt meist eine unzufriedenheit mit dem vorhandenen zustand voraus. so mag die hoffnung in einer gegebenen situation als etwas positives erscheinen, ist aber doch nur ausdruck von etwas negativem.

hoffnung ist die positive form der resignation.
Gespeichert

                                                         
                                                       
º.o
Rakorium Muntagonus

Offline Offline

Beiträge: 167


« am: 10.03.2011 01:15:33 »

Das meinte ich mit dem Trennen von Ausdruck und Wirkung von Hoffnung Panti.

Und zu lol: erklär mal warum Nomen und Verb hier ne andere Bedeutung haben sollen? Umgangssprachlich kann man's mit Wunsch und wünschen quasi gleichsetzen, aber auch da seh ich spontan keinen Unterschied in der Bedeutung.
Mein Gesprächspartner meinte, Angst sei das Gegenteil von Hoffnung, zumindest ein Teil davon. Mit Resignation kann ich mich da auch anfreunden. Bleibt noch ein Restzweifel, daß zwar der rein positive Ausdruck von Hoffnung ein Gegenteil haben kann, die Wirkung sich aber in meinen Augen nicht so rein schwarz-weiß darstellt.

Da stellt sich mir dann auch eine neue Frage: Ist Hoffnung immer ein Sprung in etwas Irreales was wahrscheinlich wahr sein/werden könnte, oder gibt es auch eine Art lineare Hoffnung deren Ergebnis abzusehen ist? Ist das davon abhängig wie weit die Hoffnung in die Zukunft projiziert wird?
Gespeichert
lol

Offline Offline

Beiträge: 2.914



« am: 10.03.2011 01:35:23 »

"hoffen" ist imo der ausdruck, dass man sich freuen würde, wenn ein ereignis eintritt. ist also sehr allgemein gefasst und muss nicht zwngsläufig mit glauben/religion oder sonstigem hokuspokus zu tun haben. "hoffnung" hat für mein verständnis viel mehr mit "wünschen" zu tun und eine spirituelle komponente. vl wird es durch ein beispiel deutlicher:
"ich hoffe morgen ist schönes wetter." vs " ich habe die hoffnung, dass morgen schönes wetter ist." - letzteres klingt sehr pathetisch und ist in dem zusammenhang imo kaum verwendbar. wohingegen:
"ich hoffe eines tages glücklich zu werden." vs "ich habe die hoffnung eines tages glücklich zu werden." - hier geht beides, da es kein triviales ereignis ist.
vl ist da aber auch nur unser sprachverständnis verschieden.

Mein Gesprächspartner meinte, Angst sei das Gegenteil von Hoffnung, zumindest ein Teil davon. Mit Resignation kann ich mich da auch anfreunden. Bleibt noch ein Restzweifel, daß zwar der rein positive Ausdruck von Hoffnung ein Gegenteil haben kann, die Wirkung sich aber in meinen Augen nicht so rein schwarz-weiß darstellt.

ich habe NICHT geschrieben, resignation sei das gegenteil von hoffnung, sondern "hoffnung ist die positive form der resignation", also letztlich auch eine resignation, da wo die hoffnung anfängt man den eigenen einfluss auf die ereignisse auszuschliessen beginnt und zu einer passiven haltung übergeht, was für mich ausdruck der resignation ist. wenn auch, wie beschrieben, mit möglichst positiven gedanken.
Gespeichert

                                                         
                                                       
º.o
PinkPrincess

Offline Offline

Beiträge: 197


Wurstmensch


« am: 10.03.2011 07:22:18 »

@ lol: Deine Unterscheidung ist doch Quatsch. Natürlich kannst du das für deine eigene Sprachnorm so interpretieren, aber prinzipiell gibt es da keine Unterschiede. Ich vermute deine differenzierte Einordnung der Begriffe kommt aus dem Kontext in denen du sie (öfter) gehört hast. Kein normaler Mensch sagt "Ich habe die Hoffnung, dass..." weil es viel zu lang für den täglichen Sprachgebrauch ist. Da ist "Ich hoffe..." schon wesentlich pragmatischer.
Gespeichert

Geh' mir nich' auf'n Sack oder ich box' dich!
Gringo des Todes

Offline Offline

Beiträge: 2.447


Biervampir


« am: 10.03.2011 09:25:51 »

Wir wissen nicht was fuer ein Resultat unser Handeln haben wird, wir haben nur (mehr oder weniger gute) Vermutungen. Wer nun nicht hofft muss also immer davon ausgehen zu scheitern, egal was er beginnt. Ich als (halbwegs-) optimistischer Mensch tue auch Dinge von denen ich vermute das sie schiefgehn, aber drauf hoffe das es eben nicht schiefgeht. Und der unwahrscheinliche Fall tritt manchmal ein, manchmal nicht. Wer hingegen davon ausgeht das der unwahrscheinlich Fall eintritt, ist ein Optimist der eine Menge Enttaeuschungen erleben wird.

Leben nach dem Tode? Muessig darueber zu spekulieren:
- wir koennen es nicht beeinflussen
- wir merken es frueh genung
Klar machen sich manche Gedanken drueber, aber ich geniesse einfach das Leben. Wenn das danach besser ist -> Toll, wenn nix ist, ist eh egal, wenns scheisse is hatte ich wenigstens ein tolles leben Very Happy
Gespeichert

Rundensieger Runde 8 - 666
Spammender Plexler
Traeger des Blork-Ehrenordens
Inaktiv
Ausgeblendete Posts Count: 212
Ehrenspamfuehrer bei SM
                                                    
Irgendwo tief in mir schlummert wohl eine harmoniesüchtige Öko-Tante
Gray
Global Moderator
*
Offline Offline

Beiträge: 1.496



« am: 10.03.2011 13:26:24 »

Mal abgesehen davon, dass das Thema jetzt nicht gerade politisch ist *g* - ich schließe mich im Groben und Ganzen dem Baron an. Ich bin Agnostiker mit Neigung zum Atheismus, manchmal auch andersrum, Glaube kannst Du bei mir also schon mal ziemlich vergessen.

Und Hoffnung - schwierig. Oft wird Hoffnung mit Erwartung gleichgesetzt ("ich hoffe, dass ...", wo gesagt werden will, dass man davon ausgeht, solange nichts dazwischen kommt). Und es gibt insbesondere in Hinblick auf Glauben doch meiner Meinung nach grob zwei Arten von Hoffnung - die Sorte, wo man einfach nichts weiß und sich den guten Ausgang wünscht und die, wo man nicht sinngemäß sondern wörtlich auf den Eingriff Gottes hofft. Letzteres besonders gerne in Situationen, wo die Hoffnung zwar vielleicht momentan Kraft gibt, aber in den allermeisten Fällen enttäuscht werden wird. Hm. Ja, ich denke, das kann ich so sagen - Hoffnung ist in "leichten Fällen" positiv und auf kurze Zeit ziemlich sicher auch. Sie wird aber auch oft genug zu einem fiesen Absturz führen, es sei denn, der oder die Hoffende nutzte die Zeit, sich geistig auf den negativen Ausgang vorzubereiten.

Speziell zu Deiner Frage mit der Rationalität - ja, natürlich kann man rational handeln und dabei hoffen, das ist keine exklusiv-oder-Beziehung. Es kommt halt häufig vor, dass in Ermangelung rationaler Gründe nur noch Hoffnung existiert.
Und zur Frage Leben nach dem Tode - hier bin ich absoluter Agnostiker, unabhängig von theologischen Interpretationen desselben egal welcher Art. We'll see, sooner or later. edit - so in etwa wie Gringo vorhin schrieb.
« Letzte Änderung: 10.03.2011 13:27:14 von Gray » Gespeichert


Moderationsrelevantes ist farblich gekennzeichnet. Der Rest ist persönliche Meinung.
Viel Wissenswertes gibt es in der Icewars-Doku
Fragen oder Kritik? Forenmitteilung an Gray
Für weitere Fragen: wa-na-ka per Forenmitteilung nerven
Reign
Spender
*
Offline Offline

Beiträge: 1.802


Reign

320877196
« am: 10.03.2011 14:17:00 »

Mal ein wenig Offtopic:
Mal abgesehen davon, dass das Thema jetzt nicht gerade politisch ist *g*
Zitat von: Kategoriebeschreibung
Politisches
Politik, Gesellschaft und Philosophisches aus und um die wirkliche Welt
Deal/Contract Very Happy
« Letzte Änderung: 10.03.2011 14:17:29 von Reign » Gespeichert

(Klicken zum Darstellen und Verstecken)
Baron Samedi

Offline Offline

Beiträge: 1.502


WWW
« am: 10.03.2011 14:56:06 »

Zitat von: Kategoriebeschreibung
Politisches
Politik, Gesellschaft und Philosophisches aus und um die wirkliche Welt

Ja?

Zum Leben nach dem Tod: Ich halte sowas für nicht ausgeschlossen, beziehe es aber nicht in meine Lebensplanung ein. Ich hätte nichts dagegen, wenn möglichst viele Menschen versuchen würden durch Selbst(mord)versuch diesen Themenkomplex umfassend zu ergründen. Für mich stellt sich noch dazu die Frage, ob die Tötung eines besonderes gläubigen Menschen wirklich Mord ist oder grundsätzlich Tötung auf Verlangen. Vor Gericht hätte ich mit der Argumentation wohl keinen sicheren Stand.
Gespeichert
Seiten: [1] 2   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.21 | SMF © 2006-2007, Simple Machines
Impressum
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS