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Frage: Wie hältst du von der Todesstrafe?
Absolut angemessen, die verdienen nichts anderes
Nur in ganz harten Fällen (wiederholte Kindervergewaltigung o.Ä.)
Die Häftlinge kosten eh nur Geld
Unvereinbar mit meiner Religion
Das eine unmenschliche Strafe und daher unangemessen

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Autor Thema: Todesstrafe  (Gelesen 35804 mal)
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« am: 22.01.2006 20:10:50 »

Ich habe gerade eine Diskussion über Todesstrafe hinter mir und war der EINZIGE, der sich gegen eine Todesstrafe ausgesprochen hat. Die Argumente der Anderen haben mich zum Nachdenken gebracht und jetzt bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob diese, zweifellos grauenhafte,  Strafe wirklich falsch ist. Immerhin haben die Täter wirklich schreckliche Dinge getan, im Normalfall eine unmenschliches Verbrechen. In Deutschland werden die nur eine Zeit lang weggesperrt und kommen nach einer Weile wieder raus. Oft verüben sie dann weiter Verbrechen. Die Todesstrafe hätte auch eine sehr abschreckende Wirkung (die man allerdings nicht überschätzen darf). Man muss sich nur mal die Zustände in Deutschland anschauen. Viele Verbrechen werden begangen, weil man sowieso kaum Strafen bzw. sehr milde Strafen fürchten muss.
Ich würde gerne mal eure Meinung zur Todesstrafe erfahren, um einige Argumente dafür und dagegen zu hören. (ich tippe auf überwiegende Ablehnung) So kann ich mir eventuell wieder eine klare Meinung bilden.
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flogi

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« am: 22.01.2006 20:20:55 »

Ich bin absolut dagegen! So geht es nicht! Ich finde es zwar auch nicht gut, dass in manchen Fällen in Deutschland zu lasch bestraft wird aber es geht nicht. Und da in Amerika in manchen Staaten  sogar KINDER auf den Stuhlt kommen, finde ich sollte man damit gar nicht erst anfagen! Meinet wegen können diese Schwerverbrecher im Knast vergammeln aber man darf sich nicht auf die Ebene der Amis hinablassen!!! Ich finde die Todesstrafe einfach nur  Doof und unmeschlich. ( genau so wie ich die Behandlung der Gefangenen in Guantanamo Bay verabscheue )
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Quahodron

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Qtan


« am: 22.01.2006 20:33:40 »

Es ist traurig, aber leider gibt es Menschen, die es durch ihr Verhalten geschafft haben, sich selbst aus der menschlichen Gesellschaft zu verbannen. Wer sich wie ein Tier gebärdet, muss auch so behandelt werden, denke ich. Aber es sollte wirklich nur in extremsten Ausnahmefällen gemacht werden (Kreaturen ala Hannibal Lector). Die Beweislage muss absolut eindeutig sein. Leider ist das nicht immer so, wenn man von Fällen aus dem Ausland hört. Von daher ist die Todesstrafe fast unmöglich umsetzbar, aber generell sollte es möglich sein.
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Anima

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« am: 22.01.2006 20:34:25 »

Die Abschreckung der Todesstrafe wurde bereits mehrmals wiederlegt, Kriminelle fürchten keine Bestrafung weil sie davon ausgehen das sie nicht erwischt werden, womit sie statistisch gar nicht mal so falsch liegen.
Ausserdem sind durch die Todesstrafe bereits viele Unschuldige ermordet worden. Kann gerne nochmal die Zahl dazu raussuchen.
Es sollte alleine schon aus logischer Hinsicht keine möglichkeit für staatliche Organe geben einen Menschen unwiederruflich unschädlich zu machen, alleine schon wegen der Missbrauchsgefahr.
Billiger wird die Sache auch nicht, da Todeskanidaten vorher noch etliche Jahre in Todeshaft sitzen, keine gute Idee.

Letzlich bin ich der festen religiösen Überzeugung das sich der Mensch nicht das Recht Gottes anmassen darf über das Leben eines anderen zu entscheiden. Wir bestrafen schlieslich Menschen die so etwas tun, das ist nicht damit vereinbar das wir es selber tun.
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Der Heilige aufrechte Templerorden zu Ehren und zum Wohlgefallen des allherlichen, erzfiesen und alleinigem rosa Hasengottes, gewidmet dem heiligen und gerechtem Kreuzuges gegen die Achse des Bösen, nein wir sind keine Meta sondern nur ein Haufen Verückter die einen Namen brauchten.

Gewalt ist das letzte Mittel der Unfähigen.
Salvador Hardin, erster Bürgermeister von Terminus
flogi

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« am: 22.01.2006 20:39:09 »

Letzlich bin ich der festen religiösen Überzeugung das sich der Mensch nicht das Recht Gottes anmassen darf über das Leben eines anderen zu entscheiden. Wir bestrafen schlieslich Menschen die so etwas tun, das ist nicht damit vereinbar das wir es selber tun.
Good Posting
Ich bin absolut deiner Meinung!
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Quahodron

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Qtan


« am: 22.01.2006 20:40:11 »

Seltsam, dass den religiösen Aspekt so viele ansprechen, aber keiner dementsprechend votet.
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Bingor

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Bingor


« am: 22.01.2006 20:40:54 »

Ich bin absolut dagegen! So geht es nicht! Ich finde es zwar auch nicht gut, dass in manchen Fällen in Deutschland zu lasch bestraft wird aber es geht nicht. Und da in Amerika in manchen Staaten  sogar KINDER auf den Stuhlt kommen, finde ich sollte man damit gar nicht erst anfagen! Meinet wegen können diese Schwerverbrecher im Knast vergammeln aber man darf sich nicht auf die Ebene der Amis hinablassen!!! Ich finde die Todesstrafe einfach nur  Doof und unmeschlich. ( genau so wie ich die Behandlung der Gefangenen in Guantanamo Bay verabscheue )
Das waren für mich jetzt aber keine Argumente. Ich will nicht das machen, was die "doofen" Amis machen. Mir gefällt dieser Antiamerikanismus in D. nicht.
Ein großes Problem ist, dass durchaus auch Unschuldige umgebracht wurden (allerings unschuldig ewig im Gefängnis Sitzen ist auch nicht toll)
Die große Frage ist eigentlich nur, darf ich einen Menschen umbringen? Darf ich entscheiden, wer gut für die Welt ist, und wer nicht...und wenn ja woher nehme ich das Recht.

Und ich glaube (inzwischen) die abschreckende wirkung ist sehr klein. Denn 20 Jahre im Gefängnis sind wirklich nicht angenehm. Es wird zwar immer behauptet, dass es den Gefangenen so gut geht (gut, besser als vor 100 Jahren), aber im Gefängnis ist es echt nicht schön. Abschreckender wäre es nur, wenn man sie zu tode foltern würde...aber das wollen wir nun wirklich nicht.

Natürlich kosten Gefangene "nur Geld", und wenn man weis, dass sie eh nie wieder raus kommen (oder gleich wieder zurück in den Knast)kann man sie ja auch gleich umbringen..vielleicht wäre das ja sogar humaner.

Ich denke aber, dass sich JEDER Mensch ändern kann, wenn er das will.

Doch was ist mit Vergewaltigern? Wer so etwas fieses brutales tut (und die meisten tun das ja wieder)sollte auch hart bestraft werden. Tod? Was haltet ihr von Kastrieren?

Allerdings meine ich, das Föten auch Menschen sind, und ich die deswegen auch nicht umbringen will. Aber abtreiben wollen ja alle (wieso eigentlich)

Wie auch immer Ich bin gegen die Todesstrafe.
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Ruhm und Ehre dem, der für die Gerechtigkeit Kämpft.
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Quahodron

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Qtan


« am: 22.01.2006 20:44:48 »

Ob ein Vergewaltiger kastriert ist oder nicht ist ihm relativ egal. Auch ohne Hoden ist der Sexualtrieb noch vorhanden und vergewaltigt wird auch ohne Fortpflanzungsmöglichkeit. Darum geht es diesen Kreaturen aber auch gar nicht.
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Xel

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« am: 22.01.2006 20:59:37 »

Letzlich bin ich der festen religiösen Überzeugung das sich der Mensch nicht das Recht Gottes anmassen darf über das Leben eines anderen zu entscheiden. Wir bestrafen schlieslich Menschen die so etwas tun, das ist nicht damit vereinbar das wir es selber tun.

Stellt sich ein Mörder, ein Vergewaltiger z.B. nicht schon selbst an Gottes Stelle? Wie sieht es mit Kinderschändern aus? Was treibt sie an solche Taten zu begehen?
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Bingor

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Bingor


« am: 22.01.2006 20:59:51 »

Der macht weiter? Na dann ist es leider keine adäquate Lösung.
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Anima

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« am: 22.01.2006 21:04:25 »

Bitte lesen bevor man zitiert.
Ich habe genau das gesagt, das sich diese Menschen an Gottes Stelle setzen und das wir sie dafür zur Rechenschaft ziehen, wenn wir das aber selber machen dann gibt es dafür keine Begründung.
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Der Heilige aufrechte Templerorden zu Ehren und zum Wohlgefallen des allherlichen, erzfiesen und alleinigem rosa Hasengottes, gewidmet dem heiligen und gerechtem Kreuzuges gegen die Achse des Bösen, nein wir sind keine Meta sondern nur ein Haufen Verückter die einen Namen brauchten.

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Burrito

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früher: LULU


« am: 22.01.2006 21:19:09 »

IN meinen Augen ist die Todesstrafe Mord und ein Bestrafer macht sihc nicht besser als der Mörder. Aber viele, die gegen die Todesstrafe sind, würden meiner Meinung nach, wenn jemand ihrer Freunde, etc. umgebracht worden sind, von ihrer Einstellung abweichen...
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Zu faul und frittig, um seine uralte Signatur (Avatar) zu ändern

Zitat von: Pudding
Nur mal so als Frage: Warum hast du 7934 freie Arbeiter?
[...]
Puh...das ist 'ne Arbeitslosenquote von fast 72%.
Das schaffen nicht mal Angie und Münte.
flogi

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« am: 22.01.2006 21:21:15 »

IN meinen Augen ist die Todesstrafe Mord und ein Bestrafer macht sihc nicht besser als der Mörder. Aber viele, die gegen die Todesstrafe sind, würden meiner Meinung nach, wenn jemand ihrer Freunde, etc. umgebracht worden sind, von ihrer Einstellung abweichen...

Das mag sein aber, wenn man die gröbste trauer überwunden hat, ist es dir egal, ob der lebenlägnlich im Knast sitzt oder stirbt.
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Besserwisser

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« am: 22.01.2006 21:24:28 »

Ob ein Vergewaltiger kastriert ist oder nicht ist ihm relativ egal. Auch ohne Hoden ist der Sexualtrieb noch vorhanden und vergewaltigt wird auch ohne Fortpflanzungsmöglichkeit. Darum geht es diesen Kreaturen aber auch gar nicht.
Du verwechselst Kastrieren mit Sterelisieren. Beim Kastrieren wird man nicht nur zeugungsunfähig gemacht sondern man kann auch keinen Sex mehr haben. Das wurde früher mit Eunuchen gemacht. Ach ja: ich bin gegen Todesstrafe, da man gleiches nicht mit gleichem vergelten sollte. Der Hauptgrund ist aber, dass auch Unschuldige durch die Todesstrafe sterben.
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Schulbus

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« am: 22.01.2006 21:32:34 »

Die Todesstrafe ist der größte Schwachsinn, den sich die Menschheit je ausgedacht hat und alle Argumente dafür sind sehr flach, entsprechen aber nicht dem Gerechtigkeitsempfinden eines "Normalsterblichen", wobei es bei der Todesstrafe nicht um Gerechtigkeit, sondern um pure Rache handelt. Das gehört am Rande angemerkt.

Der Vendettacharakter hat zumindest in den europäischen Ordnungen keinen Platz im Strafrecht und zwar seit einigen Jahren nicht mehr. Es ist vollkommen irrelevant, was der Betroffene getan hat, es müssen immer nur zwei Fragen beantwortet werden: Wie halte ich die Leute von ähnlichen Taten in der Zukunft ab (Abschreckung) und - sofern erforderlich - wie halte ich den gefährlichen Täter "weg" von der Gesellschaft. Ob ich jetzt lebenslang bekomme oder die Todesstrafe - wo soll da der großartige Unterschied sein? Glaubt wirklich irgendwer, dass sich ein Verbrecher denkt "Oh, wenn ich erwischt werde, bekomme ich nur lebenslänglich und davor fürchte ich mich nicht, aber wenn ich die Todesstrafe bekommen würde, würde ich es nicht tun"? Ganz abgesehen davon, dass es nachgewiesen ist, dass die Todesstrafe als solche kaum Abschreckung hat, weil (1) die "milderen" Strafen ohnehin schon sehr hart sind und (2) jeder davon ausgeht, dass er nicht erwischt wird. Dass die Täter nach ein paar Jahren auf dem freien Fuss sind und wieder morden, halte ich für ein schweres Gerücht. Beim Mord bekommt man relativ häufig lebenslang und damit ist die Geschichte mit der Bewährung sowieso überflüssig. Wenn er schon nicht lebenslang bekommt und von daher "zu früh" rauskommt, dann wäre die Todesstrafe sowieso sinnlos, da sie erst nach lebenslang kommt, was er aber nicht bekommen hat. Andererseits gibt es immer die abnormen Rechtsbrecher, die zurechnungsunfähig sind und daher in eine psychiatrische Anstalt kommen, wo sie - sofern sie geheilt sind und die ihnen zugekommene Strafe den Aufenthalt in der Anstalt nicht übersteigt - wieder frei kommen. Dass es da Irrtümer gibt und ein Mensch nicht "geheilt" war bzw seine Medikamente nicht mehr wie vorgeschrieben einnimmt, ist sonnenklar und bedauerlich, aber dem würde die Todesstrafe ebenfalls keine "Abhilfe" sein. Wer schon zurechnungsunfähig ist, wird auch nicht hingerichtet werden können. Der zweite Punkt ist sowieso obsolet, da ich einen Menschen von der Gesellschaft genauso gut fernhalten kann, indem ich ihn "einfach" nur lebenslang hinter die Gitter stecke - muss man gleich töten, wenn es eine "mildere" Abhilfe gibt? Klar, es gibt immer wieder Menschen, die an dieser Stelle die sehr humanen Argumente der "Kostensparung" in den Raum werfen, aber zumindest ist für mich an dieser Stelle die Debatte beendet, denn ich wüßte nicht, wieso ich mich mit einem Menschen unterhalten sollte, der es allen Ernstes in Erwägung zieht, einen Mörder zu töten, weil sein "Dahinscheiden" für die Gesellschaft billiger ist. Da bekommen die "Wirtschaftsverbrechen" wohl eine ganz neue Bedeutung... Rolling Eyes

Die Argumente bezüglich "Vergewaltiger", die frei kommen, etc. sind zwar durchaus debattierfähig, haben aber bei der Todesstrafe nichts zu suchen. Unsere Rechtsordnungen haben die Möglichkeiten, für eine Vergewaltigung (oder Kindesmißbrauch) einen höheren Strafmaß anzusetzen, was sie aber nicht tun. Das Vorgehen des Gesetzgeber, "wirtschaftliche Verbrechen" zum Teil wesentlich stärker zu bestrafen als (beispielsweise) die Vergewaltigung ist seit eh und je starker Kritik von den Universitäten ausgesetzt, ohne nennenswerte Erfolge. Solange man aber für die Vergewaltigung nicht lebenslang bekommt, ist die Debatte über die Todesstrafe absolut sinnlos - siehe oben. Ob man jetzt einen Vergewaltiger mit Lebenslang bestrafen sollte oder ob man über "alternative" Strafen nachdenken sollte, ist wie schon gesagt, eine gänzlich andere Debatte und gehört nicht hierher.

Ahja, noch eine Anmerkung am Rande: Es gibt Menschen, die tatsächlich geisteskrank sind und die Tragweite ihrer Taten nicht einsehen können. Solche Menschen als "Tiere" oder als "Kraturen" zu bezeichnen, halte ich persönlich für marginal geschmacklos - es mag sein, dass dieser Mensch Schreckliches verübt hat, aber ich glaube, dass wir uns als Zivilisation in diesen Punkten von dem "barbarischen Mittelalter" unterscheiden, indem wir trennen können, ob dem Menschen das Unrecht, welches er angerichtet hat, erkennbar war oder nicht und dem entsprechend handeln. Persönlich gewinne ich immer den Eindruck, dass die Abschaffung von öffentlichen Hinrichtungen eher ein Rückschritt war, denn schließlich und endlich ist es für einen "Normalsterblichen" ein wenig langweilig, wenn nicht zumindestens einmal die Woche ein wenig Blut fließt und man sich dadurch in der Macht der "Gerechtigkeit" sonnen kann... Rolling Eyes
« Letzte Änderung: 22.01.2006 21:57:59 von Solitaire » Gespeichert

Früher begriff ich nicht, warum ich auf meine Fragen keine Antwort bekam,
heute begreife ich nicht, wie ich glauben konnte fragen zu können.
Aber ich glaubte ja gar nicht, ich fragte nur.

Zitat
Ein kleiner Beitrag zur allgemeinen Kleinschreibung: helft den armen vögeln.
Horkins

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« am: 22.01.2006 23:12:16 »

Ein paar Fakten:

* Strafe hat keine Auswirkung auf Verbrecher: Viele Verbrechen geschehen ungeplant oder sind so geplant, dass die Verbrecher davon ausgeht, erfolgreich zu sein. Die Strafe selbst wirkt nicht abschreckend.
* Vergewaltiger leben eher einen  Machttrieb aus als einenn sexuellen Trieb

Ob Menschen sich ändern können ?
Mit den Jahren werden Menschen weniger Aggressiv. Das ist ein Punkt, den man berücksichtigen kann.
Das sich ein Mensch ändert, würde ich mit einem Drogenabhängigen gleichsetzen, der entzieht.
Kann passieren, ist aber eher selten. Ich habe mal einen Bericht gelesen, dass Massenmörder /Sadisten, Massenvergewaltiger
deshalb immer ihre Taten begehen, weil sie süchtig nach "den Bildern in ihrem Kopf " sind, die mit der Zeit verblassen und dann wieder aufgefrischt werden müssen: Als ob sie einen Entzug haben.

Etwas, was mich in Deutschland immer wieder schreckt: Scheinbar wird Täterschutz vor Opferschutz gestellt.
Das ist sicher auch nicht der richtige Weg. Um es mal so auszudrücken: Wenn jemand - mal knallhart- im Knast sass , weil er 10 Kinder vergewaltigt hat, bekommt er auf Staatskosten einen Seelendoktor (naja man beachte bitte, wem der Staat den Dok bezahlt), wird irgendwann entlassen und kann seelenruhig in ein Hochhaus mit vielen Familien ziehen und die dort wohnenden Familien werden nicht gewarnt. Wenn man sich überlegt, wie hoch die Rückfallquote ist, eigentlich ein Hammer: Aber das Schutzinteresse des "Täters" wird dabei deutlich höher bewertet als das gefährdete Leben der Kinder.
Ich finde es nicht richtig, dass Verbrecher mit aller Macht wieder eine neue Chance bekommen müssen.

Für ein Opfer ist es auch relativ egal, ob der Täter geisteskrank ist oder nicht: Ich bin gegen die Todesstrafe. Aber das schliesst einen höheren "Opferschutz " nicht aus.

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Sauron
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« am: 22.01.2006 23:17:23 »

Um mal Mißverständnissen vorzubeugen...

"Lebenslänglich" bedeutet eine Haftzeit von in etwa 15 Jahren. Nur sehr selten beudeutet lebenslänglich auch wirklich bis zum Lebensende.
"Lebenslänglich mit Anerkennung der besonderen Schwere der Schuld", eine Entlassung nach 15 Jahren ist ausgeschlossen, frühestens nach 20 Jahren ist eine Haftprüfung möglich.
"Strafe x mit anschließender Sicherungsverwahrung", nach Verbüßung der Strafe bleibt der Täter weggesperrt, dieses Wegsperren wird jährlich überprüft.
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Rasilak

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« am: 23.01.2006 00:05:26 »

Todesstrafe hat IMHO 2 Probleme:
- Man kann es nicht rückgängig machen (Jahrelang unschuldig im Knast sitzen ist zwar nicht toll, aber man kann immernoch begnadigt und "entschädigt" werden.)
- Die Vollstreckung wird vermutlich beim Henker bleibende psychische Schäden hinterlassen. (Wenn nicht, hatte er IMHO schon vorher 'nen Knacks und ich finde es unverantwortlich "Verrückte fürs Morden zu bezahlen")

Das 2te Problem ist rein technischer Natur, und ich wäre bereit darüber zu diskutieren. Wenn ihr es also schafft, mich von Punkt 2 abzubringen, wäre ich unter folgenden Umständen dafür:
- Die Schuld ist eindeutig erwiesen (strenggenommen utopisch, aber Wiederholungstäter + Gentest + kein glaubwürdiges Alibi + ein paar nicht abstreitbare Indizien ist mir genug)
- Es handelt sich um einen Wiederholungstäter (er hatte bereits die Chance sich zu bessern, also kann man davon ausgehen, dass er weitermacht, wenn man ihn freiläßt)
- Das Vergehen ist ausreichend schwer (ab Mord aufwärts)
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Sun Tzu - Die Kunst des Krieges

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Horkins

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« am: 23.01.2006 00:21:03 »

Zitat: ab Mord aufwärts

Ehm: Wie aufwärts? Was kommt danach ? ^^
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Rasilak

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« am: 23.01.2006 00:23:26 »

Mord zusammen mit was anderem. Mord+Vergewaltigung, mehrfacher Mord, ... Sei kreativ!
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